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Home : freizeit_reisen : reisen : cascais : Ursprünglich war Cascais [Portugal, westlich von Lissabon] als kleiner, heimeliger Fischerort bekannt...

Ursprünglich war Cascais [Portugal, westlich von Lissabon] als kleiner, heimeliger Fischerort bekannt...

 
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  Nach drei Aufenthalten im schönen Süden Portugals, der Algarve, sollte erstmalig ein anderes Ziel innerhalb Portugals angesteuert werden. Nicht, dass die schroffen Küstenabschnitte der Felsenalgarve samt des ausgewogenen Klimas nicht mehr gefielen, diese Region bleibt weiterhin ein stets zu besuchendes Reiseziel, doch las ich wiederholt über die Küstenregion von Estoril (Costa do Estoril) westlich Lissabons. Trotz des für diesen Bereich Portugals sehr knappen Reiseführerangebotes gaben die tiefgründigeren Recherchen im Internet den Ausschlag, einen 2-wöchigen Urlaubsaufenthalt im Ort Cascais zu beschliessen. Da das Pauschalangebot, sprich Flug plus Hotel, bei den sonst hinlänglich bekannten Veranstaltern für diese Region fast als nicht vorhanden gelten kann, wurde doch ein den Wünschen entsprechendes, attraktives Paket beim Kölner Portugalspezialisten Olimar entdeckt.

Gebucht wurde somit ein Doppelzimmer nur mit Frühstück im 4-Sterne Hotel Vila Galé Village Cascais, vier Flugstrecken (Hannover - Mallorca - Lissabon und zurück per Carrier AirBerlin) sowie zwei Taxitransfers (Flughafen Lissabon - Hotel und zurück). Der etwas umständliche Weg via Palma de Mallorca liess sich nicht vermeiden, da keine Direktflüge verfügbar waren - was allerdings in der Konsequenz die Reisezeit spürbar erhöhte. Durch gute Erfahrungen bedingt wurde der stets in Portugal mitgebuchte Mietwagen erneut über die deutsche Firma Sunny Cars, die als Vermittler auftritt, schon im Vorfeld mit Hotelzustellung geordert. Da es ausreichte, das Fahrzeug 11 Tage zu nutzen, wurde der erwähnte Taxitransfer mitgebucht, der die eigene Autofahrt durch das bis dato unbekannte Areal Lissabon vermied. Auch bei dieser Mietwagenbuchung klappte alles zur vollsten Zufriedenheit, da der örtliche und in Portugal bekannte Vermieter Auto Jardim alles perfekt organisierte und der vorab gezahlte Preis incl. enthaltener Extras als sehr passend gelten kann.


 Kurzer Anriss der Ortsgeschichte
Ursprünglich war Cascais als kleiner, heimeliger Fischerort bekannt, der die ursprünglichen Grundzüge des portugiesischen Lebens am Meer abbildete. Auch war es der Ort, den die Seefahrer, die Lissabon in westlicher Richtung über den Fluss Tejo in Richtung des offenen Atlantiks verliessen, als letzte Wohnsiedlung zu Gesicht bekamen. 1579 wurde der Ort besetzt durch die Spanier, bis 1807 die französischen Eroberer den Palácio da Citadela zum Hauptquartier ihrer Militärtruppen erklärten. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ging der Handel mit dem  Fischfang zurück, was eine gewisse Armut hervorrief. Als jedoch im Jahr 1870 der König Luís I beschloss, die Festung Citadela zu seiner Sommerresidenz umzubauen, begann der Wandel Cascais'. Fortan nahm der elegante Charakter des Ortes zu, was auch viele Aristokraten und Reiche dazu bewog, dort Paläste und schmucke Gebäude zu errichten. Die Anbindung an die Hauptstadt Lissabon wurde im Fortgang durch den Bau der ersten elektrischen Eisenbahnlinie Portugals verbessert, was auch andere positive Effekte entstehen liess.
 Während des zweiten Weltkriegs erkoren zahlreiche Könige und Staatsoberhäupter Europas Cascais und Estoril zu ihrer sicheren Zufluchtsstätte. Einhergehend mit dieser Entwicklung folgten weitere Persönlichkeiten, Aristokraten, Politiker und Schauspieler, was die Einwohnerzahl Cascais' deutlich in die Höhe schnellen liess. Heutzutage zeigt sich Cascais zwar im Bereich des Fischerhafens nach wie vor romantisch und ursprünglich, kann aber mit nun gut 30.000 Einwohnern wahrhaftig nicht mehr als Dörfchen bezeichnet werden.  

 CASCAIS -- EIN ÜBERBLICK
Den Rang als elegant wirkender Badeort hat Cascais, etwa 25 km westlich der portugiesischen Hauptstadt Lissabon gelegen, auch in heutiger Zeit nicht verloren. Vis à vis, also in Sichtweite zum ebenfalls mondänen Küstenort Estoril mit seinem Casino und der bekannten Rennstrecke, hat dieser teils etwas schroff wirkende Küstenabschnitt seinen eigenen Charme. Die Dichte an historischen Gebäuden und Stätten ist hier, im Gegensatz zu Lissabon, eher gut überschaubar - was nicht heissen soll, dass es hier nichts zu sehen gibt. Über das Jahr betrachtet herrscht in Cascais ein sehr ausgeglichenes, angenehmes Klima. In den Sommermonaten wird es selten extrem heiss werden, da der nahe Atlantik stets eine frische Brise wehen lässt. Doch auch im Winter ist der Ort ein lohnenswertes Ziel, denn Frost ist hier ein Fremdwort - die Temperaturen sinken selten unter 10°C.

Anreise
   Verkehrstechnisch ist Cascais trotz seiner Lage im fast äussersten Westen Kontinentaleuropas von Lissabon aus gut erreichbar. Die S-Bahn Linie von Lissabons Endbahnhof Cais do Sodré bringt den Besucher in rund 30 Minuten zu einem günstigen Fahrpreis direkt zum Endbahnhof von Cascais, der nahe des Ortszentrums gelegen ist. Nutzer von Mietfahrzeugen können entweder die schnelle Route über die kostenpflichtige Autobahn A 5 wählen, die nördlich von Cascais endet, oder, bei mehr Zeit und Muße, die gut ausgebaute und fast stets am Wasser entlangführende Nationalstrasse N 6 nutzen.
Eine alternative, einfache Taxifahrt vom Flughafen Lissabon nach Cascais schlägt mit rund 40.- EUR zu Buche, parallel wird vom Flughafen selbst aber auch ein pauschaler Taxigutschein angeboten. Ein regelmässig verkehrender Airport-Shuttlebus des lokalen Anbieters ScottUrb bringt die Reisenden, ohne Aufschlag für den Gepäcktransport, noch günstiger nach Cascais bzw. Estoril.

Tourismusbüro
atlantic,portugal,algarve,estoril,cascais,f1,  Der erste Weg des Ortsbesuchers bzw. Reisenden sollte zum im Zentrum gelegenen Tourismusbüro in der Rua Visconde da Luz führen, das tagtäglich, auch am Wochenende und an Feiertagen, geöffnet ist. Dort erhält man unter anderem kostenlos eine exzellente Ortskarte von Cascais, die auf der einen Seite den gesamten Ort bis nach Estoril strassengenau abbildet und auf der Rückseite zusätzlich eine grossflächige Übersicht über die gesamte Region von Lissabon bis etwa 30 Kilometer nach Norden bietet. Diese Karte sollte der Besucher stets parat haben, um sich besser im Ort zurechtzufinden. Einziger Nachteil für Mietwagennutzer: Die im Ort vorhandenen Einbahnstrassen sind leider nicht entsprechend gekennzeichnet ...

POI -- points of interest
Das Zentrum des ursprünglichen Cascais befindet sich im Bereich des Hafens, wo man nach wie vor zahllose kleine, bunt bemalte Fischerboote in der Bucht umherdümpelnd findet und den Fischern beim Flicken ihrer Netze zusehen kann. In diesem unteren Bereich des Ortes, der lebhafteren Unterstadt, direkt am Ministrand namens "Praia da Ribeira", hat auch das mit schönen Azulejos (Kacheln) verzierte Rathaus der Stadt (Câmara Municipal) seinen Standort. Ein paar Schritte weiter Richtung Zentrum liegt der belebte Platz "Largo Luís de Camões", wo neben zahlreichen, kleinen Geschäften auch Bars und Restaurants zu finden sind. In diesem Bereich, unter dem Hotel Baía, befindet sich auch eine kostengünstige Tiefgarage.

Cascais ist durchsetzt mit vielen kleinen und grösseren Grünflächen, die mit ihren vorhandenen Bänken immer wieder zum Verweilen einladen. Stets im Blick behalten werden sollten die schönen Fassaden der teils klassischen Villenbauten im Ort. In östlicher Richtung des im vorherigen Absatz genannten Platzes befindet sich die übersichtliche, aber nett anzusehende Fussgängerzone von Cascais. Hier haben zahlreiche, kleinere Geschäfte und Cafés ihre Heimat, die neben dem üblichen Touristentrödel auch landestypische Waren im Programm haben. Folgt man der Fussgängerstrasse, ein Blick in die Seitengassen ist immer interessant, wird man auf den Bahnhof des Ortes treffen. Direkt dahinter befindet sich unübersehbar das architektonisch moderne Shopping Center "CascaisVila", in dem zahllose kleine und grössere Geschäfte zum Einkauf oder etliche Restaurants im oberen Stockwerk zum Besuch einladen. Von der Terrasse an dieser Stelle hat man auch einen sehr schönen Ausblick über die Küstenlinie in Richtung Estoril. Das Einkaufszentrum ist voll klimatisiert und beherbergt auch eine sehr helle, preiswerte Tiefgarage.
 cascais fussgängerzone
          Fussgängerzone-Richtung Hafen

Keine Designstudie, sondern Realität: Topmoderner Einkaufstempel CascaisVila
Keine Designstudie, sondern Realität: Topmoderner Einkaufstempel CascaisVila


Wer des Gehens noch nicht müde ist, schwenkt nun in die Richtung des kleinen Strandes "Praia da Rainha", zu finden im Bereich der Fussgängerzone in Richtung der Bucht von Cascais. Neben der netten Aussicht mit Möglichkeit, einen Cappuccino zu geniessen, beginnt ein Stück östlich davon die Fussgängerpromenade via Monte Estoril nach Estoril selbst - direkt am Wasser entlang.

 Schick und IN: Das Kulturzentrum von Cascais in der Oberstadt Vom Rathausplatz her kommend kann auch die Oberstadt gut zu Fuss erforscht werden, auch wenn etliche Meter einer Steigung zurückgelegt werden müssen. Oben angekommen, die restaurierte Festung "Cidadela de Cascais" kann als erstes Ziel gelten, ist ein schöner Rundumblick auf die Bucht vor Cascais, die Meereslinie in Richtung Estoril sowie der auf den recht neuen Yachthafen des Ortes ("Marina de Cascais") gegeben. Das Fort kann auch besichtigt werden und dient wiederholt als Austragungsstätte etlicher Veranstaltungen. Der Hauptstrasse folgend erreicht man einen kleinen Kreisverkehr, an dessen hinterer Flanke das in frischen Farben neu gestaltete Kulturzentrum Cascais' zu sehen ist. In diesem "Centro Cultural" finden regelmässig Ausstellungen und kleinere Konzerte statt.
Ein Rechtsschwenk an diesem Kreisverkehr (Platz "Largo da Assuncão") führt den Fussgänger fast direkt zum Meeresmuseum, dem "Museu do Mar" (Rua Júlio Pereira de Mello), in dem eine grosse Bandbreite der seefahrenden Geschichte von Cascais anhand von Exponaten zu erforschen ist. Wer nun ein wenig Entspannung und den kühlenden Schatten hoher Bäume sucht, wird direkt gegenüber fündig. Hier liegt der üppige, städtische Park von Cascais mit dem Eigennamen "Parque Marechal Carmona", der, wie vor Ort auffiel, auch den Einheimischen und Wochendausflüglern gern als Ziel dient. Dieser schöne Park grenzt an seiner Südflanke, wo zum Erstaunen ein echter, deutscher Biergarten in netter Umgebung seine Produkte anbietet, direkt an das 4-Sterne Hotel Vila Galé Village Cascais. Daher weiss ich nun auch, welche Art von Tönen freilaufende Pfauen von sich geben. Inmitten dieses Parks, der kreuz und quer mit befestigten Wegen durchzogen ist, findet der Besucher schattige Plätze unter hohen Bäumen, kleine Teiche mit Wasservögeln und Schildkröten, einen Minizoo sowie eine sehr grosse Wiese (Begehen erlaubt) mit einem angrenzenden Spielplatz. Ein kleines, idyllisches Café ist hier ebenfalls zu finden. Angrenzend an den Park wurde die mit Zuschauertribünen versehene Pferderennbahn angelegt, auf der wiederholt entsprechende Veranstaltungen stattfinden.

 
Das Museum am theoretischen Strand Praia de Sta. Marta - die Natursteinbrücke verbindet den Westen von Cascais mit dem Zentrum
Am südwestlichen Ende des Parks hat das Museum "Museu Condes de Castro Guimarães" seinen Standort in einem wirklich prachtvollen Palastgebäude, direkt angrenzend an die aus Naturstein erbaute Brücke vor dem im Grunde nicht vorhandenen, aber bekannten Strand "Praia de Sta. Marta". Schön anzusehen und gut geeignet für eine kleine Pause bietet sich auch das kleine in die Felsen hinein gebaute, nur mit einer Terrasse als Sitzmöglichkeit versehene, Restaurant am "Praia de Sta. Marta" an. Wer nun noch nicht des Gehens müde geworden sind, macht sich auf den ca. 1 km langen Fussweg zum "Boca do Inferno" (Höllenschlund) von Cascais, der auch ein festes Ziel im Tourenplan vieler Reisebusse ist. Aufgrund der bei starkem Wellengang fast ohrenbetäubenden Geräusche der sich innerhalb einer Felsenöffnung brechenden Wellen entstand der Eigenname dieses nahen Ausflugszieles. Diese imposante Felsformation kann von verschiedenen Seiten betrachtet werden, vor Ort befindet sich zudem ein gutes Restaurant und weiterhin ein Imbiss.
 Auf dem Rückweg in die Unterstadt bietet es sich an, vor Erreichen der "Cidadela" nach rechts abzuschwenken. Dort befindet sich der ziemlich neue Yachthafen von Cascais, der nach der Eröffnung nicht von jedem hochgelobt wurde. Einige kleine Geschäfte sowie etliche Restaurants verschiedener Facon bieten sich hier zur besonders am Abend gefrönten Einkehr an. An den Wochenenden fallen offensichtlich die Städter hier konzentriert ein, wie auffiel - was aber kein Manko ist. Die Grösse, Anzahl und Ausführung der hier liegenden Schiffe, Boote und Yachten kann zwar einem Ort wie Vilamoura an der Algarve nicht das Wasser reichen, aber immerhin sind sie nett anzusehen. Von diesem Hafen aus kann der Fussweg in Richtung Unterstadt auch am Wasser entlang erfolgen, da man über diesen Weg wieder die dann fallende Hauptstrasse zum Ortskern erreicht. Einige der nördlichen Bereiche von Cascais ähneln, bedingt durch das stete Wachstum des Ortes, mittlerweile fast wie jede andere Wohnsiedlung in Europa - nur die Farben der Gebäude wirken etwas sympathischer auf den Betrachter.  

Blick von obiger Natursteinücke über das kleine Buchtrestaurant Richtung neuer Yachthafen.

Essen und Trinken in Cascais
Aufgrund der bewussten Buchung eines Hotels ohne obligatorische Halbpension, sondern nur mit Übernachtung samt Frühstück, war es notwendig, sich an jedem Abend aufzumachen, ein geeignetes Restaurant zu finden. Da das gebuchte Hotel dicht am Yachthafen (Marina de Cascais) und ebenso nur unweit des Zentrums gelegen war, war am Abend ein meist überschaubarer Fussmarsch ausreichend, um eine geeignete Lokalität zu finden. Im Bereich des Yachthafens sind etliche Restaurants verschiedener Stile zu finden, die zusätzlich zum Innenbereich auch grundsätzlich Sitzmöglichkeiten im Freien bieten. Sitzplatzreservierungen sind nicht unbedingt notwendig, allerdings sind beliebte Sitzplätze später am Abend, insbesondere an Wochenenden, eher einmal besetzt.
Respektive des noch Existierens der folgend erwähnten Restaurants am Standort Cascais folgen einige Hinweise zu den besuchten Lokalitäten. Da die Dichte der diese Region besuchenden, deutschsprachigen Reisenden eher sehr überschaubar ist, scheint es fast unabdingbar, auch englische Sprachkenntnisse mitzubringen. Zwar sind einige Speisekarten mehrsprachig erstellt worden, doch ist es hier mit Deutsch nicht sehr weit her. 

Yachthafen:
- Mehrfach besucht wurde das Restaurant "Cervejeira Lusitana", wobei dieser Standort am Hafen ein Ableger einer portugiesischen Kette ist. Aussen- und Innengastronomie, sehr freundliche Bedienung, Komplettmenüs mit eigener Zutatenwahl möglich, Spezialität und Empfehlung Pfeffersteak, kurze Wartezeiten auf das Essen. Komplettpreis für zwei Personen incl. einer Flasche lokalen Rotweins (0,7 L trocken) sowie Espresso bei 28.- bis 34.- EUR.

- Einmal besucht wurde das fast nebenan liegende Restaurant "Mercearia Vencedora", das hier mit zwei eigenständigen Räumlichkeiten angesiedelt ist (italienischer + brasilianischer Einschlag). Hier war es fast immer voll, was auf einen guten Ruf und hohe Qualität schliessen liess - und was sich beim Besuch auch bestätigte. Bedienung etwas hektisch und kurz angebunden, mittlere Wartezeit auf das Essen, exzellente Qualität (bestes Pfeffersteak der besuchten Restaurants). Komplettpreis für 2 Personen (incl. der obligatorischen Flasche lokalen Rotweins + Espressi) etwas höher bei rund 36.- EUR.

- Nicht besucht, aber preislich kaum anders einzustufen als das vorgenannte, wurde das Restaurant "Portvgália". Hierbei handelt es sich auch um eine landesweit agierende bekannte Kette mit gutem Ruf, die an exponierten Standorten hochwertige Gastronomie bietet. Gediegenes Äusseres, Innenbereich minimalistisch modern, Aussengastronomie verfügbar.

- Im Bereich des Hafens sind noch weitere Restaurants angesiedelt, u.a. auch ein italienisches Restaurant, das insgesamt vier Mal aufgesucht wurde. Dieses Restaurant bietet eben eher Küche mit italienischen Wurzeln (Pastavariationen, Pizza, Fleischgerichte) und hält auch einen windgeschützten Aussenbereich vor. Freundliche Bedienung, beliebt bei Familien mit Kindern, sehr kurze Wartezeiten, Komplettpreis vergleichbar mit "Cervejeira Lusitana".

> walking downtown:

- Auf dem Fussweg von der Ober- zur Unterstadt, etwa in der Mitte der ansteigenden Strasse, befindet sich ein Restaurant mit Bar, das einen wirklich malerisch exponierten Standort sein Eigen nennen kann. Von der Terrasse des "Restaurante Baluarte", in dessen Erdgeschoss sind eine kultig eingerichtete Bar befindet, kann der Gast seinen
 
Das Restaurant Baluarte mit Bar zur Linken auf dem Weg abwärts in die Unterstadt
Blick über die Bucht von Cascais mit der gesamten Küstenlinie in Richtung Lissabon streifen lassen und gleichzeitig die Ausläufer des Sintra-Gebirges erspähen. Dieses Restaurant war zwar das Teuerste der besuchten Lokalitäten, was sich aber in Anbetracht der gebotenen Leistung sehr relativierte. Zeitweise kümmerten sich drei Ober um das Auftragen und Anrichten der Speisen, der alle paar Minuten auftauchende Ober zum Nachschenken des Rotweins war schon beinahe lästig ;). Freundliche Bedienung, aufwendige Aufbereitung der bestellten Speisen direkt am Tisch, mittlere Wartezeit, schöne Aussicht, exzellente Qualität. Komplettpreis für zwei Personen (incl. der obligatorischen Flasche lokalen Rotweins + Espressi) lag bei 44.- EUR.

> Largo Luís de Camões:
Dieser Platz in der Unterstadt, einen Steinwurf vom Rathausplatz entfernt, kann als das Zentrum der Gastronomie Cascais' bezeichnet werden, da sich hier ein Restaurant an das andere reiht. Auch aus diesem Grunde wird verbal und unter Zuhilfenahme der jeweiligen Speisekarte um die Gäste gekämpft. Man sollte sich nicht sofort überfallen lassen, sondern sich selbst erst ein wenig unter den gebotenen Möglichkeiten umsehen.

- Nicht nur einmal besucht wurde das Restaurant mit Bar namens "Chequers", das auch von überwiegend englischen Urlaubern angesteuert wird - was aber kein Nachteil ist. Sehr freundliche Atmosphäre und nette Bedienung, mittlere Wartezeit, breite Auswahl an Gerichten incl. Fischvariationen, flächige Aussengastronomie. Komplettpreis für zwei Personen (incl. der obligatorischen Flasche lokalen Rotweins + Espressi) lag bei 28.- bis 32.- EUR.

- Um auch ein wenig Abwechslung aufkommen zu lassen, wurde das direkt nebenan liegende Restaurant "The John Bull" ebenso doppelt aufgesucht. Die Charakteristik ähnelt der des vorgenannten Restaurants sehr, die Preise ebenso. Exzellente Fischspeisen.


Cascais Zentrum
 In der Unterstadt sind natürlich noch zahlreiche, weitere Restaurants unterschiedlichen Einschlags zu finden. Der Platz "Largo Luís de Camões" ist ebenso beliebt, um sich später am Abend einfach einmal hinzusetzen, um etwas zu trinken. Bei allen besuchten Restaurants sollte jedoch eine grundsätzliche Finesse beachtet werden: Kaum hat man sich am Tisch niedergelassen, wird meist sofort ohne Nachfrage das sog. "Couvert" serviert. Es besteht aus Weissbrot, Oliven und meist einem mehr oder weniger grossen, verpackten Käse. Im Schnitt kostet diese Vorspeisenauswahl p.P. 1.- bis 2.- EUR. Da wir ab und an einen recht grossen Käse als Beilage bekamen (.. den ich noch nicht einmal mochte), rührten wir diesen nicht an und mussten ihn auch nicht extra bezahlen.

Wer keinen sonderlich grossen Hunger verspürt oder nur eine Kleinigkeit für Zwischendurch essen möchte, hat am Ende der Fussgängerzone in Richtung des Bahnhofs dazu Möglichkeiten. Doch finden sich, wie in Deutschland, auch einige Dönergeschäfte sowie ein McDonald's-Restaurant. Alternativ bietet sich auch ein Besuch des oberen Stockwerkes des Einkaufszentrums "CacaisVila" an. Hier hat man mannigfaltige Auswahl an verschiedenen Restauranttypen, die durch die Bank auf Selbstbedienungsbasis funktionieren. Nachdem die Wahl getroffen wurde, kann man sich irgendwo auf der gesamten Etage einen genehmen Sitzplatz suchen - unabhängig vom Restauant, bei dem die Speise erworben wurde. Diese Art von "Flächengastronomie", wo z.B. Kentucky Fried Chicken neben BurgerKing oder ein Spezialitätenimbiss neben einer Sushi-Bar angesiedelt ist, war schon von der Algarve her bekannt, ist aber in Deutschland noch nicht sehr häufig zu finden.

 Einkaufsmöglichkeiten | Praktisches
Touristischen Andenken findet der Besucher von Cascais, wie auch in anderen Orten, in Form kleiner Geschäfte, in denen sich allerdings auch etliches minderer Qualität tummelt, in der Unterstadt resp. in der Fussgängerzone verteilt. Üppige Auswahl an Bekleidungsgeschäften findet der Besucher vorzugsweise im schon erwähnten, mehrstöckigen Einkaufszentrum "CascaisVila" gegenüber des Bahnhofes. Für den Einkauf von Lebensmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs kann auch die Filiale der portugiesischen Kette "Pingo Doce" im Erdgeschoss von CascaisVila herhalten - die Preise liegen auf bzw. etwas unter dem Niveau in Deutschland.
 Im Innern von CascaisVila Direkt gegenüber  gibt es zudem einen echten und  grossen Supermarkt der Kette "Jumbo". Wer im Bereich von Cascais (mit dem Auto) unterwegs ist, wird auch wiederholt auf Filialen der bekannten Kette "Lidl" stossen, die sich ebenfalls für einen kleinen Einkauf zwischendurch anbieten.
Um eine äusserst üppige Auswahl an Geschäften und Einkaufsmöglichkeiten zu finden, bedarf es jedoch eines fahrbaren Untersatzes. Bekanntermaßen lieben die Portugiesen sehr üppig dimensionierte ShoppingMalls, die es im nördlichen Umland von Cascais bzw. Estoril und natürlich im Bereich von Lissabon in hinreichender Zahl gibt. Bei Alcabideche, einige Kilometer nördlich von Cascais, bietet sich beispielsweise ein Besuch von "CascaisShopping" an. Eine fast nicht enden wollende Zahl
 an Geschäften jeglicher Couleur samt der obligatorischen Restaurants wird wohl (fast) jeden Shoppingliebhaber erfreuen können. Das Parken im dazugehörigen Parkhaus ist übrigens kostenfrei, das Auffinden des Standortes selbst wird aufgrund der zahlreichen, überdimensionalen Hinweisschilder nicht schwer sein. Wem das noch nicht reicht, fährt weiter Richtung Norden (Sintra) und findet daraufhin an der rechten Seite den neueren Einkaufstempel namens "BelouraShopping". Der Schwerpunkt liegt hier jedoch eher auf Bekleidung.

Da man zwangsläufig zum Einkaufen und zum Füllen der Urlaubskasse auch sporadisch einmal an Geld kommen muss, sind Quellen vonnöten. Im Zentrum von Cascais und insbesondere in dem Estorils ist es keinerlei Problem, einen Geldautomaten zu finden, der dann auch fast immer eine mehrsprachige Benutzerführung bietet. Hier gibt es eine ausreichend grosse Dichte an Banken, die den Service der Bargeldbeschaffung unter Zuhilfenahme einer Maestro (ehem.: ec-) Karte anbieten. Die Gebühren für Bargeldabhebungen mit deutschem Plastikgeld belaufen sich auf 3 bis 4.- EUR pro Transaktion. Direkte Zahlungen in Restaurants, Geschäften und Tankstellen sind fast überall und problemlos mittels einer gängigen Kreditkarte abwickelbar.

Sollte der Cascais-Besucher, der das Buchen eines Mietwagens vor seiner Reise nicht tätigen wollte, jedoch vor Ort doch die Vorteile dieser sehr autarken Bewegungsform nutzen wollen, sei auf die zahlreichen Autovermieter vor Ort verwiesen. Windig wirkende Agenturen sind mir nicht aufgefallen, da es genügend Stützpunkte international bekannter Vermieter gibt (Stadtzentrum). Es sei an dieser Stelle jedoch nochmals darauf hingewiesen, dass, wie ich praktisch feststellen konnte, eine Buchung schon in Deutschland Vorteile bzgl. der Gesamtkosten und enthaltenen Features bietet. Meine Empfehlung bleibt nach bis dato 3 Buchungen die Münchner Firma Sunny Cars, die als Vermittler auftritt.

Cascais: Schöne Aussichten ...

Wer sich in Cascais gern einmal per Fahrrad die Stadt und Umgegend ansehen und erkunden möchte, kann sogar auf ein kostenloses Angebot der Stadt zurückgreifen. Unter dem Eigennamen BiCas werden, nur gegen Vorlage eines Personalausweises, dem Stadtbesucher qualitativ gute Fahrräder kostenfrei zur Verfügung gestellt. Ein Stützpunkt dieser Vermietung befindet sich in der Oberstadt auf dem Parkplatz vor der Festung "Cidadela de Cascais". Interessant: Keines dieser Fahrräder hat ein Schloss ...

Da man nun vielleicht nicht alles per Fahrrad oder zu Fuss erkunden möchte, bietet sich eine Fahrt mit dem niedlich wirkenden Ministadtbus mit Eigennamen BusCas an. Dieser pendelt zwischen dem Touristenziel "Boca do Inferno" und Estoril hin und her. Der Fahrpreis liegt unter 1.- EUR ...

 STRÄNDE in der Region
Zwar kann ich nicht als euphorischer Strandliebhaber gelten, doch sollen hier einige Hinweise zu diesem Thema nicht fehlen. Im direkten Bereich des Ortes Cascais gibt es im Grunde nur spärlich wirkende, meist künstlich geschaffene Ministrände. Gegenüber des Rathausplatzes in der Unterstadt existiert der kleine Strand "Praia da Ribeira" (Sand), der stadtnäher wohl kaum liegen kann. Ob das Baden dort erstrebenswert ist, lasse ich einmal dahingestellt, da er direkt in der Bucht von Cascais (Baía de Cascais) liegt und somit auch allen Verschmutzungen durch die hier umherfahrenden Schiffe und Boote ausgesetzt ist.

Strände: Cascais und Estoril

Nur einige Schritte weiter, in einer Felsenaussparung, findet man den ebenfalls kleinen Sandstrand "Praia da Rainha". Hier existiert immerhin auch eine Snackbar und eine Treppe, die fast direkten Zugang zur Fussgängerzone bietet. Das Wasser ist hier sehr ruhig, nur ist wenig Platz vorhanden.

Ein Stückchen weiter in Richtung Estoril findet man dann auch einen Strand, der ein wenig üppiger geschnitten ist. Am "Praia da Conceicão" (Sand) findet man auch Restaurants und Bars sowie einen Überwachungsposten. Der meiner Ansicht nach erwähnenswerteste Strand der Region Cascais/Estoril ist der namens "Praia do Tamariz". Er liegt direkt am Fussende des Estoriler Spielcasinos unterhalb der Bahnstation, kann sogar über einen Tunnel besucht werden und ist bei schönem Wetter stets belebt. Hier existieren mehrere Bars und Restaurants, kleine Geschäfte, ein Überwachungsposten mit medizinischer Hilfe und sogar benachbart einem öffentlichen Freibad mit Meerblick. Zudem werden hier auch Liegen, Matten und Sonnenschirme verliehen.

In westlicher Richtung des Zentrums von Cascais trifft man zuerst auf den in fast jedem Reiseführer erwähnten, sehr idyllisch gelegenen Flecken "Praia de Sta. Marta" mit seinem unübersehbaren, bunt geringelten Leuchtturm. Dieses schön gelegene Örtchen würde ich aber keinesfalls mehr als erwähnenswerten Strand bezeichnen. Vor dem Neubau des nebenan gelegenen Yachthafens waren die Möglichkeiten vielleicht noch vorhanden, jetzt im Grunde gar nicht mehr. Bei herrschender Flut, die Gezeiten des Atlantiks sind hier stets sicht- und spürbar, bleibt nur ein kleines Stückchen Sand unterhalb des Museums "Museu Condes de Castro Guimarães", das laut offiziell aufgestellter Beschilderung auch nicht mehr zum Baden betreten bzw. genutzt werden darf. Einzig das kleine Restaurant, das am Rande der Bucht in den Fels eingebettet ist, kann hier einen kleinen Aufenthalt wünschenswert machen.

Und wo findet man nun einen echten Strand, um sich in die im Sommer 17 bis maximal 21°C kalten Fluten des Atlantiks zu stürzen? Hierzu ist doch schon die Nutzung eines fahrbaren Untersatzes gefordert, denn der Küstenstreifen westlich Cascais' ist grundsätzlich eher steinig und mit steileren Felsabhängen gesegnet. Der nächste, richtig grossflächige Strand ist der namens "Guincho" (Praia Grande do Guincho), etwa 8 km westlich von Cascais. Wer diesen breiten, üppigen Sandstrand besucht, sollte jedoch ein wenig Nehmerqualitäten mitbringen. Nicht umsonst ist der Strand in Windsurferkreisen durch seinen steten Wellengang und die Strömung sehr bekannt sowie berüchtigt - ein Highlight bezogen auf Europas Surfreviere, was sich auch in wiederholt stattfindenden Läufen zur Surf-WM widerspiegelt. Teils ist es hier jedoch so windig, dass sich der Dünensand bis auf die angrenzende Küstenstrasse hinauf bewegt.

Wer dann bereit ist, noch weiter zu fahren, sollte sich zum grossen Strand "Praia Grande" westlich von Sintra begeben oder auch zum fast benachbarten Areal "Praia das Macãs".


 Einige ANREGUNGEN für mögliche AUSFLÜGE
Wie üblich sei an dieser Stelle Ausflugswilligen die Buchung eines Mietfahrzeuges empfohlen, da man damit, unabhängig festgelegter Tourenpläne, sehr flexibel agieren kann und auch hier oder dort einfach einmal anhält. Die Preise dafür bewegen sich leicht unterhalb des Niveaus in Deutschland, insbesondere bei einer Vorabbuchung.

Estoril
Um mit Standort in Cascais die nebenan liegende Stadt Estoril zu besuchen, bedarf es natürlich nicht unbedingt eines Fahrzeuges, da der Weg über die Strandpromenade auch gut zu Fuss zurückgelegt werden kann (alternativ: BusCas oder S-Bahn mit Richtung Lissabon). Es wird wohl  hauptsächlich der strandnahe Part Estorils sein, was man sich ansehen wird. Zentrum ist der unübersehbare, schön gestaltete Park vor dem grössten Casino Europas, der von gepflegter Vegetation umrahmt ist. Gleichwohl sind an den Flanken zahlreiche, aufwendig gestaltete Gebäude aus der eigentlichen Boomzeit Estorils vorhanden, die teils idyllisch angelegte Strassencafés beherbergen. Das Casino von Estoril bietet sich natürlich auch dazu an, am Abend zu einem Roulette- oder Black Jack-Spiel besucht zu werden oder auch einem Konzert, einer Aufführung oder einer Ausstellung einen Besuch abzustatten, die zahlreich angeboten werden. Ihren eigenen Reiz und Charme hat diese Stadt immer noch bewahrt, dessen Zeitzeugen die prunkhaften Villen im Vorort Monte Estoril nach wie vor sind - auch, wenn hier und da der Putz schon etwas abblättert.

Serra de Sintra | Cabo da Roca
Wenn man der Strasse Richtung Westen von Cascais aus folgt, führt diese am Meer entlang am bunten Leuchtturm Cabo Raso vorbei und führt weiter zum schon erwähnten Strand "Guincho". Durch die dort herrschenden Winde vom offenen Meer im Westen wird es meist zunehmend frischer - ein Grund, bei dieser Fahrt ruhig ein wenig wärmendere Kleidung mitzunehmen. Vom Strand aus geht die Fahrt weiter mit einem Rechtsschwenk ins Landesinnere. Hier bewegt man sich schon in den südlichen Ausläufern des Sintra-Gebirges ("Serra de Sintra"), die mit zunehmend üppigerer Vegetation jedweder Couleur die Weiterfahrt interessant macht. Nicht wundern sollte man sich, dass es hier auch im Sommer ein wenig wolkenverhangen oder neblig sein kann. Zumindest hat dieses Gebirge für Gäste der südlichen Küstenregion, der Costa do Estoril, den Vorteil, dass es als Wetterscheide wirkt und den Grossteil der Wolken vom Küstenstreifen fernhält. Das Sintra-Gebirge diente in früheren Zeiten den Reichen Lissabons sowie Adligen als Sommerfrische und somit als willkommenes Fluchtziel zur Abkühlung.

Cabo da Roca

Biegt man im Örtchen Malveira da Serra nach links ab, wird man mittels Wegweisung fast automatisch zum westlichsten Punkt des europäischen Festlandes, dem "Cabo da Roca", hingeführt. Der letzte Teil der Strecke führt durch die recht engen Strassen des Ortes Azóia, der wie ein typisch portugiesisches Dorf wirkt. Dem sehr voluminösen Leuchtturm am Kap sieht man seine, in früheren Zeiten wichtigere, Aufgabe an, den Schiffen den rechten Weg zu weisen. Dieses schroffe Ende Europas wirkt auf den Besucher sehr beeindruckend und ist von steilen, tiefen Klippen geprägt sowie meist sehr stark dem Wind ausgesetzt. Beim Besuch hatten wir, trotzdem es Juni war, an diesem Punkt nur 17°C. Eine Steinsäule dient als Markierungszeichen dieses geographisch interessant gelegenen Ortes, auf der auch die Geo-Koordinaten eingemeisselt sind. Dieser Aussichtspunkt ist selbstverständlich auch Ziel zahlreicher Ausflugs- und Reisegruppen, d.h. dass es hier zu verschiedenen Tageszeiten voll werden kann.

Sintra
 Um vom "Cabo da Roca" zur Stadt "Sintra" zu gelangen, durchquert man den Nationalpark Sintra-Cascais, resp. das Sintra-Gebirge, von West nach Ost. Die Strecke ist zwar nicht sehr lang, aber bedingt durch teils serpentinenartige Strassenverläufe und Durchfahrt von Ortschaften zieht sich die Fahrt etwas hin - was aber kein Nachteil ist, denn die vorbeiziehenden Landschaften sind sehr reizvoll, natürlich und schön. Hier fallen dann auch gleich die eine gehörige Strecke parallel zur Strasse verlaufenden Schienen auf, die zur historischen Strassenbahn Sintras gehören. Diese Bahn, die die Stadt per Durchquerung der romantisch wirkenden Region mit dem Strand Praia das Macãs im Westen verbindet, kann auf eine über 100-jährige Geschichte zurückblicken. Für etwa nur 2.- EUR (Erwachsene, Kinder bis 4 Jahre: kostenlos) lohnt es sich sicher, wenn man ein wenig Zeit mitbringt, diese Fahrt zu erleben.  
               Historischer Ortskern Sintras von oben
 
Typische Gasse in Sintra - gespickt mit kleinen Geschäften
Der historische Stadtkern Sintras hat anheimelnden Charme und bietet das Ambiente des ursprünglichen Portugal. Viele kleine, enge Gassen mit niedlichen Geschäften laden zum Spaziergang ein, die vorhandene Dichte an Strassencafés sowie weiterer Gastronomie lässt den Besucher sicher nicht verhungern oder verdursten. Bunte und verwinkelte Gebäude, teils älterer Bausubstanz, teils restaurierter Art, machen den Spaziergang zusätzlich interessant.

Einen etwas weiteren Weg von gut 4 Kilometern ab dem historischen Zentrum muss der Besucher auf sich nehmen, wenn er den berühmten Palast "Palácio Nacional da Pena", der wirkt wie ein buntes Märchenschloss, besuchen möchte. Über Pfade durch einen sehr hübschen Park kann man dieses teils kitschig wirkende Monument als Mixtur aus vielen Baustilen erreichen.
Deutlich näher, nämlich direkt im Zentrum, liegt der "Palácio Nacional de Sintra", der mit seinen beiden hohen Kamintürmen ein Charakteristikum für die Stadt darstellt. Neben anderen, zahlreichen Museen ist besonders das Museum für moderne Kunst ("Museu de Arte Moderna") hervorzuheben, das seine Exponate in einem ehemaligen Casino ausstellt. Durch die Dichte an historischen Schätzen und die Lage Sintras wurde die Stadt und Region im Jahre 1995 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt, was schon den hohen Stellenwert dieses Ortes in der Kulturlandschaft ausdrückt.

Wir bedanken uns bei Thomas Klages  für die freundliche Zusammenarbeit und Überlassung dieses allgemein anerkannten Berichts über Cascais. 
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Holger Schumacher



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