Bericht aus Malta, Stefan Gewecke Malta
Eine Kirche pro Tag
Malta ist ja ein kleines Land. Die drei Inseln Malta, Gozo und Comino sind insgesamt nur 315 Quadratkilometer groß, ungefähr so groß wie Münster. Sie liegen etwa 90 Kilometer südlich von Sizilien, tiefer als Tunis. Auf Malta, Gozo und Comino leben knapp vierhunderttausend Menschen. Diese verteilen sich größtenteils auf Malta und Gozo. Comino ist mit seinen 2,7 Quadratkilometern und seinen Sage und Schreibe vier festen Einwohnern im Grunde zu vernachlässigen. Münster hat derzeit knapp dreihunderttausend Einwohner. Nun muss man sich mal vorstellen, dass 98,9 Prozent der Malteser katholisch sind. In dem Zusammenhang fällt mir wieder Münster ein, aber bei solchen Zahlen können selbst die Bayern nicht mehr mithalten. Es sind auffallend viele katholische Kirchen zu sehen, obwohl diese von ihrer Bauart nun wirklich nicht an Münster erinnern, sondern eher an Rom oder Florenz mit seinen Kuppelbauten. Besonders typisch dabei sind die roten Kuppeln mit ihren weißen Kanten, den Farben Maltas, die man auf der ganzen Insel sieht. Die prächtigste dieser Kirchen ist sicherlich die St. John´s Co-Cathedral. Die Kathedrale ist innen so prachtvoll geschmückt und verziert, dass es einem die Sprache verschlägt. Diese Hauptkirche des Johanniterordens wurde 1577 errichtet, erhielt jedoch erst im Jahr 1661 ihren barocken Glanz.
Von den großen Ritterorden, die aus den Kreuzzügen hervorgingen, überlebte nur der Johanniterorden. Er nennt sich heute „Souveräner Militär- und Hospitaller-Orden des Heiligen Johannes von Jerusalem, Rhodos und Malta“. Vor fast einem Jahrtausend finanzierten Kaufleute aus Amalfi, einer alten Seemacht, dessen Wappen das achtspitzige Kreuz war, ein kleines Hospital für arme und kranke Pilger in Jerusalem. Es war Johannes dem Täufer geweiht. Dort hat der Orden seinen Ursprung. Unter dem Schutz des Papstes Paschalis II entstanden zu Beginn des zwölften Jahrhunderts entlang der Pilgerroute weitere Hospitäler. Der Orden wuchs, gewann an Macht und entwickelte sich zu einem Ritterorden. 1530 bot Kaiser Karl V den Rittern Malta und Tripolis als Sitz an. Sie entschieden sich für Malta. Nach 1803 besann man sich wieder auf den alten Geist der Hospitäler, eröffnete Krankenhäuser und karitative Einrichtungen. Noch heute hat die medizinische Fakultät der Universität von Malta einen ausgezeichneten Ruf.
Wahrscheinlich weiß es niemand so ganz genau, es geht allerdings die Sage, dass auf Malta und Gozo 365 Kirchen stehen, eine Kirche für jeden Tag im Jahr. Und viele Malteser sind auch wirklich fleißige Kirchengänger, die Parkplätze vor den Kirchen sind zumindest an den sonntäglichen Vormittagen brechend voll. Der Gang zur Kirche und der anschließende Schwatz davor oder in einem der sich immer in der Nähe befindenden Wirtshäuser, ist für den Malteser vielleicht eher so etwas wie ein Familienausflug. Man trifft Freude und Bekannte, tauscht die neuesten Neuigkeiten aus und streut Gerüchte. Darauf folgt ein Akt, der für die Malteser von höherer Bedeutung sein muss: Die Fahrt im Auto. Die Malteser lieben ihre Autos. Trotz der geringen Entfernungen - zur Erinnerung: Malta ist 27 Kilometer lang und an der breitesten Stelle 14,5 Kilometer breit, Regen ist nicht gerade an der Tagesordnung - bersten die Straßen vor Autos. Überall staut es sich, Autokolonnen quälen sich durch die Straßen und schmalen Gassen. Der Fahrstil ist dabei jedoch eher gemütlich, wie so ziehmlich alles auf Malta. Bei vierhunderttausend Einwohnern auf 315 Quadratkilometern ist die Wahrscheinlichkeit groß, an jeder Ecke einem Bekannten zu begegnen. Vielleicht ist die Suche nach etwas Privatsphäre also der Grund für die auffällige Lust am Autofahren?
Es gibt auf Malta keine Züge. Das öffentliche Transportsystem besteht aus den kräftig gelb und bunt bemalten Bussen, die einen überall hinbringen. Dreh- und Angelpunkt aller Busrouten ist Valetta, die Hauptstadt Maltas. Eine einfache Busfahrt kostet 0,20 Maltesische Lira, egal wohin man fährt. Die Fahrer sind oft selbst die Eigentümer ihrer Busse, dementsprechend liebevoll pflegen sie ihre Gefährte und geben ihnen aussagekräftige Namen wie „Interceptor“, „Hungry Eyes“ oder „Street-Steel“. Allerdings haben die Busfahrer auch ein absolutes Monopol auf den öffentlichen Verkehr. Dadurch kommt es, dass ab acht Uhr Abends keine Busse mehr fahren. Will man aus dem Partyzentrum Paceville nach Hause ist man auf ein Taxi oder auf stramme Waden angewiesen.
Vielleicht durch ihre Geschichte, eher jedoch wahrscheinlich geprägt durch den Tourismus, das schöne Wetter und das angenehme Klima, sind die Malteser ein ausgesprochen freundliches und geduldiges Volk. Nie habe ich einen Busfahrer ungeduldig oder genervt erlebt, wenn ich nach der Nummer des Anschlussbusses gefragt habe, obwohl ihm diese Frage bestimmt an die hundertmal pro Tag gestellt wird. Sie sind offen und neugierig, Unterhaltungen mit der Bedienung an der Kasse im Supermarkt oder dem Kioskverkäufer sind an der Tagesordnung. Braungebrannt und dunkeläugig freuen sie sich über jeden kleinen Schwatz und Freundlichkeit im Vorbeigehen. Wenn bei uns das Wetter doch nur etwas schöner wäre…
Schein oder nicht Schein, das ist hier die Frage
Über die Malteser und Ausflüge zu einigen schönen Buchten.
Wie ich beim letzten Mal schon festgestellt habe, sind die Malteser ja wirklich nette, freundliche, zuvorkommende, gemütliche Menschen. Wie kommt es dann, dass Situation wie diese entstehen: Wir, als Gruppe von circa 20 Studierenden sind abends auf dem Weg in die benachbarte Kneipe: Smerc-Bar. Das, was es uns an diesem Gasthaus besonders angetan hat, ist nicht die Tatsache, dass Getränke recht günstig sind - fünfzig maltesische cent für einen Pint, ungefähr ein halber Liter, Bier sondern, dass dazu Essen serviert wird, kostenlos. Nun gut, das sind jetzt keine Steaks, Hambuger und Pizzas, also richtige Mahlzeiten, sondern Snacks. Die haben´s dann aber wirklich in sich: Feinstes frisch gebackenes, warmes maltesisches Brot mit Tomatenpesto und Salat, Zwiebeln und Knoblauch belegt als nette Häppchen serviert, oder gebratenes Geflügel und, hier allerdings scheiden sich die Geschmäcker: feinste gebratene Schnecken. Also, mir schmecken sie, vor allem in leckerer scharfer Olivenölsoße. Auf jeden Fall sind wir gut gelaunt auf dem Weg in dieses Gasthaus, und als Gruppe von zwanzig geht man auf einer wenig befahrenen Straße in einer Wohnsiedlung nicht auf dem Bürgersteig, als von hinten ein Auto angebraust kommt. Angezischt derart, dass es einigen von uns nur im letzten Moment gelingt auszuweichen! „Unverschämtheit!“ entfährt es uns, und böse Blicke folgen. Dem Fahrer gefällt es, zwanzig Meter vor uns an zu halten, und den Rückwärtsgang ein zu legen. Gefahren ist er dann nicht mehr, weil wir schneller bei ihm waren. Die heftige Diskussion an der offenen Fahrertür wird nur durch das Eingreifen einiger Malteser, die unsere Gruppe begleitet haben gebremst. Die Eskalation stand kurz bevor, und das hätte dem Fahrer sicher nicht so gut getan, von unserer Stimmung mal ganz zu schweigen. Es fällt mir nach wie vor schwer das Verhalten des Fahrers zu verstehen. Seiner Meinung nach müssten wir „gebildeter“ sein, das heißt den Bürgersteig nutzen. Er hat Recht, aber ein kurzer Huper hätte es auch getan. Nun gut, wer weiß, welche Laus ihm an dem Tag über die Leber gelaufen ist.
Dieses Ereignis kann als Höhepunkt einiger kleinerer Erlebnisse angesehen werden, die mich haben grübeln lassen. Durch einige eigene Erfahrungen und durch Gespräche mit den Kommolitonen, aber auch mit Studierenden, die schon länger auf Malta sind, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass nicht alle Malteser glücklich darüber sind, dass Maltas Bevölkerung zu gut einem Drittel aus Nicht-Maltesern besteht. Viele sind freundlich, hegen aber innerlich eher unfreundliche Gedanken, die dann in unbeherrschten Momenten zu Tage treten, siehe Autozischer. Manchmal ist es halt mehr Schein als Sein. Trotz aller Kritik kann ich jedoch resümieren: Die Malteser sind größtenteils nett, Unfreundlichkeiten sind eher die Ausnahme.
Ausflüge zu den Buchten:
Ausgedehnte Sandstrände sucht man, naja, nicht ganz vergeblich, findet man aber doch eher selten. Paradise Bay, Golden Bay, Mellieha Bay und einige andere sind auf der Karte zu finden, die Sandstrände sind aber mit kanarischen oder mallorkanischen Stränden nicht zu vergleichen. Die Stärke der maltesischen Küste liegt eher in seiner Rauheit. Steile Klippen und wilde Felsbuchten, Nischen zum Baden Tauchen und Springen machen den Reiz aus. Mit ein bisschen Glück findet man unterhalb steiler Felswände am Wasser einen ausgewaschenen Felsen, der genug Platz für zehn Handtücher bietet, sich den Blicken der höher gelegenen Straßen entzieht und einen bequemen Ein- und Ausstieg zum Wasser hat.
Blue Lagoon:
Nur mit dem Boot erreicht man die kleinste der drei maltesischen Inseln, Comino. Comino vorgelagert sind einige Felsen und Klippen, so dass sich eine wunderschöne, windgeschützte natürliche Bucht gebildet hat. „In der Hochsaison“, so der Kapitän, „ist hier die Hölle los“. Glück für uns, im Oktober ist die Hochsaison einfach mal vorbei, und die Bucht gehört uns fast alleine. Gebucht ist eine Tour auf einem hölzernen Dreimaster, allerdings dieselgetrieben, für 30 Leute inklusive Mittagessen für Lm14 pro Person, um die dreizig Euro. Nach einer schaukeligen, lustigen Fahrt inklusive Freibier legen wir in der Blue Lagoon an. Sprung von der Bordreling und ich ertauche das Heck des Schiffes. Eine der zwei Antriebsschrauben hat einen Durchmesser von gut einem Meter. Die Sicht unter Wasser beträgt gut 20 Meter. Es gibt Felsen und jede Menge Fische zu sehen, diese sind allerdings nicht länger als 15 Zentimeter. Nachdem der Kapitän etwas Brot ins Wasser wirft, tummeln sich um die Hunderte um das Boot herum. Diese von unten im Kampf um die Brotkrumen zu beobachten ist ein faszinierendes Schauspiel. Was fast noch mehr Spaß macht, ist die Bordspringer beim Eintauchen ins Wasser zu sehen, verzerrte Gesichter, zusammengepresste Augen und zugehaltene Nasen.
Die Insel Comino zu erwandern ist überhaupt kein Problem. Der Kapitän, Typ bärtiger, gemütlicher Papa, beschwört uns allerdings diese beiden Regeln zu beachten: „Comino niemals ohne Schuhe betreten, und bitte, bitte aufpassen! Auf Comino gibt es kein Krankenhaus, keinen Arzt, keine Rote-Kreuz Rettungsstation, keinen Schuppen mit Notlager, nein, nicht mal einen vergammelten Koffer mit etwas Verbandsmaterial. Falls etwas passieren sollte, muss im schlimmsten Fall ein Hubschrauber angefordert werden, und das wird sicher teuer. Alles schon erlebt!“ beendet er seine Warnung. Okay, verstanden. Ich mache zwar einen Spaziergang über Comino, es lohnt sich allerdings kaum. Einmal gesehen reicht. Faszinierend dagegen ist der Blick in die Blue Lagoon, im Hintergrund sieht man Mgarr auf Gozo, direkt vor mir die 80 Meter steil abfallenden Klippen, sie enden im azurblauen Meer. Fantastisch!
Golden Bay:
Die Golden Bay ist mittlerweile zu meiner Lieblingsbucht aufgestiegen. Das mag zum einen daran liegen, dass sie sehr schön ist, der kleine Strand höchstens von ein paar gemütlichen Engländern belagert wird, und man in der Bucht hervorragend Schnorcheln kann - je nach Mut, Lunge, Lust oder Laune zwischen zwei bis drei Metern oder bis sechs, sieben Meter runter oder daran, dass der Bus Nr. 47 vor der Residence startet und im Grunde bis direkt zum Strand fährt. Die Fahrt dauert circa fünfundzwanzig Minuten, geht vorbei an der riesigen Kirche in Mosta, passiert auf seinem Weg das, was wir die „einzige Wiese auf Malta“ nennen, eine begrünte Verkehrsinsel in einem Kreisverkehr, donnert noch eine Schnellstraße rauf und wieder runter, und landet schließlich auf dem Parkplatz des ganz, ganz neuen SAS-Radisson Hotels in der Golden Bay. Ich habe mich auf dem Weg immer gewundert. Die Kirche in Mosta, und nicht nur diese, hat außen zwei Uhren angebracht, weithin sichtbar. Eine dieser Uhren zeigt immer die falsche Uhrzeit an. „Reiner Zufall“ habe ich natürlich gedacht, „sind halt hinterwäldlerische Malteser“, aber: falsch gedacht! Eine Uhr geht immer absichtlich falsch. Der Teufel soll verwirrt werden, damit es ihm nicht gelingt sich die reinen Seelen zu holen. Ich verweise auf „Eine Kirche für jeden Tag“, 98,9 Prozent der Malteser sind katholisch! Die Integration der weit aufragenden, im Grundschnitt ovalen SAS-Hotels in die Landschaft ist den Architekten redlich gut gelungen, zumindest die Bausubstanz, heller Sandstein, lässt erkennen, dass man sich auf Malta befindet. Ich kann nur hoffen, dass nicht die ganze Bucht zugebaut wird. Der geringe Andrang auf dem Strand macht mich jedoch glauben, dass gewaltige Touristenanstürme in den nächsten zehn Jahren vorerst nicht zu erwarten sind. Die Golden Bay besteht eigentlich aus zwei Buchten. Die Hotels stehen in der ganz rechten Bucht, einmal um den Felsen herum liegt linker Hand jedoch noch eine weitere Bucht. Der Strand ist deutlich schmaler, ein Strandkiosk hat es bis hier herunter noch nicht geschafft. Das ist mein Strand. Die handvoll Touristen gehen sich aus dem Weg. Meinen Rucksack, Klamotten und Handtuch kann ich sorglos liegen lassen und mich zu spannenden Schnorcheltouren zwischen die Felsen am ganz linken Ende der Bucht aufmachen. Um 18:20 Uhr fährt der letzte Bus zurück, das reicht dann aber auch, ab fünf ist die Sonne nach dem Tauchen eh nicht mehr heiß genug um einen so richtig durchzuheizen.
Peters Pool:
Peters Pool ist sicher die schönste und exotischste der Buchten, die ich bisher kennen gelernt habe. Auch im Reiseführer steht: „Kleinod unter den Buchten, was für Insider“. Das lädt natürlich ein. Leider ist diese Bucht von uns aus nicht so einfach zu erreichen. Fünfzehn Minuten Gehweg zur Bushaltestelle. Der Bus fährt einmal die Stunde, wann genau liegt im Ermessen des Busfahrers. Diese Busfahrt kostet ausnahmsweise satte 50 maltesische Cents, immerhin circa 1,25 Euro. Die Fahrt geht nach Marsaxlokk, am süd-östlichen Ende der Insel. Marsaxlokk ist dieses ganz berühmte Fischerdorf, welches auf vielen Reiseführern über Malta abgebildet ist, weil hier hunderte hübsch bemalter Fischerbötchen ankern. Das Kraftwerk gleich nebenan zeigen die meisten Reiseführerbilder allerdings nicht. Gerüchteweise soll sich die Geschichte so zugetragen haben: Der damalige amtierende Ministerpräsident hat sich in der Nähe von Marsaxlokk eine schöne Villa gebaut. Die darauf folgende Wahl hat er mit seiner Partei allerdings verloren. Die Bosse der konkurrierenden Parteien hatten wohl noch einige offene Rechnungen zu begleichen, so dass die neue Regierung beschloss, das Kraftwerk direkt neben die Villa des Ex-Ministerpräsidenten zu bauen. Gesagt, getan. Schön ist was anderes!
Also hält der Bus in dem wirklich malerischen Marsaxlokk. Der Busfahrer wollte mich übrigens nicht eher in den Bus einsteigen lassen, bis ich Marsaxlokk richtig aussprechen konnte: Also, Marsaxlokk, sprich: Marsa-Schloch. Habe ich mich fast nicht getraut. Von dort muss man über den kleinen Berg, vorbei an dem Kraftwerk, was hier wie aus einer anderen Welt erscheint, einen Feldweg entlang, vorbei an vielen kleinen Vogelkäfigen in denen gefangene Finken sitzen, im wahrsten Sinne des Wortes als „Lockvögel“, einen Schotterweg hinab, bis man schließlich im Peters Pool landet. Ein Steinplateau, in den das Meer wie ein Keil eingedrungen ist. Rings herum steile Klippen, unten, circa zehn Meter über der sanften Dünung, der weich ausgewaschene Sandstein, von der Sonne wunderbar aufgewärmt geht fließend über in ein natürliches Meerwasserbassin. Ich stehe von meinem Handtuch auf, mache drei Schritte vor und freue mich über einen sieben Meter tiefen Sprung ins kühle Nass. Dann lasse ich mir die Taucherflossen, die Maske und den Schnorchel hinterherwerfen und genieße die Unterwasserwelt. Das Wasser hat jetzt, am achtundzwanzigsten Oktober, noch gute vierundzwanzig Grad Celsius. Die Sichtweite ist nicht ganz so gut wie in der Golden Bay, nur höchstens fünfzehn Meter, aber ich werde durch einen Schwarm synchroner Fische (wie der Fischschwarm in „Nemo“) die sich von der leichten Strömung über die flachen Steine am Ufer treiben lassen, entschädigt. „Springen und Tauchen gut, Optik einmalig“ ist mein Resümee zu Peters Pool. Ein anderer Taucher soll sogar einen kleinen Schwertfisch gesehen haben. Mir war bisher nicht bewusst, dass es auch Tauchergarn gibt.
Es gibt natürlich noch weitere Buchten zu erkunden, so langsam bekommen wir allerdings das Gefühl uns beeilen zu müssen, denn der Blick auf den Kalender stimmt nachdenklich. Bis Mitte November soll man im Meer noch gut schwimmen können, dann wird es allerdings ohne Schutzanzüge zu kalt. Wir werden die Zeit nutzen, versprochen!
Ihr Stefan Gewecke

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