Buchautor, High-Tech-Mediziner und Fußballfan: Dietrich Grönemeyer Er ist "Man of the Year 2000" in den USA, "Millennium Man" in England, "World Future Award"-Preisträger und Ehrenbürger des Ruhrgebiets - der Mediziner Dietrich Grönemeyer. Der kleine Nanolino jagt mit dem Mini-U-Boot, das gerade einmal so groß wie ein rotes Blutkörperchen ist, dem Roboter von Professor Schlotter hinterher. Die Schäden, die der "Gobbot" im Gehirn angerichtet hat, repariert "Nano" mit dem Bordlaser und einer Medikamentengabe direkt auf die Nervenzellen. Die rasante Verfolgungsfahrt geht weiter, durch die Halsvene Richtung Herz. Sekunden später kommt der gefährliche Roboter wieder in Sicht. Die Werkzeuge des U-Bootes greifen zu, der Roboter ist gefangen.
Gebannt beobachtet Dr. Xiang den lebensgefährlichen Wettlauf im Körper von Nanos Großvater über den leistungsstarken Computertomographen. Das miniaturisierte U-Boot von Dr. X ist ein Fantasiegebilde im "Kleinen Medicus", dem Medizin-Bestseller von Prof. Dietrich Grönemeyer. Die High-Tech-Apparate im Institut von Romanfigur Dr. X wie die ultraschnellen Computertomographen, die das Mini-U-Boot in der Blutbahn verfolgen, sind dagegen Realität und stehen im Grönemeyer-Institut neben den gigantischen Betonbauten der Ruhruniversität Bochum, der größten Universität im Ruhrgebiet.
Vater der Mikrotherapie: Dietrich Grönemeyer Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH Grönemeyer ist der Vater der Mikrotherapie, er verbindet die High-Tech-Medizin mit der Naturheilkunde und propagiert die liebevolle Hinwendung der Ärzte zu ihren Patienten. Der deutsche Spitzenmediziner lässt nebenbei Noah Gordons Meisterroman "Der Medicus" verfilmen und schreibt selbst Bücher, und zwar ausnahmslos Bestseller.
Mit kleinsten Instrumenten, die er zum Teil selbst entwickelt hat, und mit den Computertomographen kann der Mediziner fast ohne Blutvergießen operieren. Die Computertomographen zeigen ihm das Operationsfeld im Körperinnern auf Bildschirmen. Vor 15 Jahren, als sein Bruder Herbert Grönemeyer als Schauspieler ("Das Boot") und als Sänger ("Bochum") schon bekannt war, startete der Arzt mit den schonenden Operationstechniken. Inzwischen können die Tomographen den ganzen Körper analysieren und Krankheiten in einem sehr frühem Stadium erkennen.
Hier fängt das Dilemma für den Mediziner an, der Deutschland zum Medical Valley ausbauen will. "Deutschland ist in der medizinischen Forschung Spitze. Wir lassen aber zu viele Gelegenheiten verstreichen und überlassen die Erfindungen anderen Nationen", sagt Grönemeyer. Im deutschen Gesundheitssystem hält er auch Verbesserungen für notwendig. "Mit den Möglichkeiten der High-Tech- Medizin könnte großflächig Vorsorge betrieben werden." Die Krankenkassen zahlen die Untersuchungen aber nur in begründeten Einzelfällen. Eine flächendeckende Vorsorge ist ihnen zu teuer, obwohl der finanzielle Nutzen später groß ist.
Für notwendig hält Grönemeyer die Vorsorge-Checks besonders für Sportler. "Es ist wichtig, dass Profisportler komplett durchgecheckt werden, nicht nur das Herz-Kreislauf-System. Es müssen auch die Durchblutung, die Muskeln und Organe gecheckt werden. Das können die Computerverfahren heute leisten."Und dann kommt Grönemeyer zu seiner großen Liebe, dem Fußball. "Als Kind bin ich an der alten Glückauf-Kampfbahn in Gelsenkirchen auf eine Laterne geklettert, um ein Schalker Spiel zu sehen. In Dortmund hatte ich die ersten schwarz-gelben Stutzen getragen. Und ins Bochumer Stadion hat uns immer der Vater mitgenommen." Einen Lieblingsverein hat er im Ruhrgebiet also nicht. Dafür hat er seine Favoriten für die WM schon ausgewählt. "Brasilien spielt den schönsten Fußball und Frankreich ist mein Geheimfavorit. Zinedine Zidane hat dem französischen Fußball wieder Leben eingehaucht."
Kontakt: Grönemeyer-Institut für Mikrotherapie E-Mail: info@microtherapy.de Tel.: Sekretariat des Instituts: +49-234-9780-113 www.gimt-online.de
Holger Schumacher Quelle und Orginaltext: land-der-ideen
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