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9Punkte. Jedem der neu in die Aquaristik stolpert werden diese 9 Tips Geld, Zeit und Nerven sparen. Also habe ich aus meinen Erfahrungen ein paar Grundsätze festgelegt, die für den erfolgreichen Start "Projekt:Aquarium" wichtig sein können.
1. Bodengrund Verwenden sie Quarzkies mit einer Körnung zwischen 2-4 mm. Ca. 6-10 cm hoch einfüllen. Bei dieser Körnung ist eine leichte Wasserzirkulation im Bodengrund möglich, diese bietet den Bakterien ideale „Arbeitsbedingungen“. Aquarium / Liter 375 Bodengrundhöhe in cm: 8 Gewicht in Kg: 96 160 Bodengrundhöhe in cm: 8 Gewicht in Kg: 51 54 Bodengrundhöhe in cm: 6 Gewicht in Kg: 18
Verwenden Sie einen Bodenfluter um eine optimale Wasserzirkulation im Bodengrund und die bestmögliche biologische Filterung zu erreichen. Zusatzdünger benötigen sie in dem allermeisten Fällen nicht oder nur sehr gering.
Leistung Bodenfluter Für Aquarien von bis Liter:
4 Watt 40 - 60 l /// 8 Watt 60 - 120 l /// 25 Watt 120 - 250 l /// 50 Watt 250 - 450 l 75 Watt 450 - 650 l /// 100 Watt 650 - 1000 l
2. Filter/Heizung Wählen Sie eine vernünftige Filterung. Der Beckeninhalt sollte ca. 2 bis 2,5-mal pro Stunde durch den Filter gezogen werden. Ergo ist die erforderliche Pumpenleistung bei einem 500Liter Becken 1000 bis 1250Liter pro Stunde. Lassen sie „Schnellfilter“ wenn möglich außen vor. Verwenden sie einen Hamburger Mattenfilter sowie den Bodenfluter. Langfristig werden sie mit diesem System klar überlegen sein und sich über einen extrem stabilen Lebensraum -Aquarium- freuen können. Reinigen brauchen sie den Filter eigentlich nicht, nur wenn kein Durchfluss mehr möglich ist - den Schaumstoff möglichst in ( seperatem! nicht im Aquarium befindlichen) Aquarienwasser leicht ausdrücken oder durchspülen. Die Strömungsgeschwindigkeit: 5 bis 10 cm/Minute sollten möglichst nicht unter- oder überschritten werden. Hier ein paar berechnete Mattengrößen für Becken folgender Größe: Aquarium Liter: Filter: Mattengröße: 150/50/50 375 750 40x50cm Strömungsgeschwindigkeit 6,2 cm/M. 100/40/40 160 320 40x20cm Strömungsgeschwindigkeit 6,6 cm/M 60/30/30 54 125 20x20cm Strömungsgeschwindigkeit 5,5 cm/M.
Heizung: Wählen Sie als Heizung einen Stabheizer. Ein halber Watt pro Liter Wasser genügt. Ihre Heizung wird durch den Bodenfluter sehr sinnvoll (ideale Temperaturverteilung) unterstützt.
3. Licht, CO2 und Dünger Licht ist Leben. Also Licht an, solange es in einem „normalen“ 8-14 Std. Rahmen bleibt. Die Beleuchtungsarten sind vielfältig. Vollspektrumlampen, Fünfband.- oder HQL-Lampen sind hier sicher die beste Lösung. Experimente sind immer erlaubt führen aber meist zu weniger guten Ergebnissen. Sparen sie also ihr Geld und investieren sie gleich in die „richtige“ Beleuchtung. Viel Licht viel Wachstum. Viel Wachstum gleich hoher Nährstoffbedarf. Wenig Licht wenig Wachstum und wenig Nährstoffbedarf. Arbeiten sie also mit ausgesprochen viel Licht, so können Sie lichthungrige Pflanzen pflegen. Jedoch sollten sie dann mit CO2 und evtl. speziellem Zusatzdünger arbeiten. Ich schalte folgenden Licht-Rhythmus: Morgens 5 Stunden dann eine Dunkelpause von 3 Stunden. Danach 6 Stunden Licht. Es ist von Vorteil wenn ihr Becken während der Dunkelphase noch diffuses Licht z.B. Fenster erhält.
4. Wasserwechsel/Reinigung. Vergessen sie erst einmal alles was sie über Wasserwechsel gehört haben. Es ist halb so schlimm und weit weniger Arbeit als sie vielleicht denken. Wechseln sie jede Woche ca. 25% oder alle 14 Tage 50% des Wassers. Fertig. Saugen sie überschüssigen Mulm ab - aber lassen sie ruhig etwas im Becken - klinisch reine Aquarien „funktionieren“ nicht.
5. Pflanzenarten Pflanzen können sie alles was sie wollen, solange es eine Wasserpflanze ist. Artenreichtum ist der Schlüssel zum Erfolg. Jede Pflanzenart braucht bestimmte Nährstoffe und entzieht somit den Algen die Nahrungsgrundlage. Vermeiden sie also Monokultur. Übrigens: Algen hat jedes Aquarium, lediglich die Art und Menge ist entscheidend. Machen sie sich also keine Sorgen. Ihre "Putzkolonnen" ( z.B.Garnelen,Welse,Schmerlen,Schnecken) werden die Algen schon eindämmen.
6. Einrichtung Lassen Sie sich mal was einfallen. Die Natur fragt uns ja auch nicht. Fast alles ist möglich. Selbst-gesammeltes gründlichst reinigen. Versteckmöglichkeiten nicht vergessen.
7. Besatz Salmer und Pflanzen gehen immer. Salmer, Pflanzen, Welse und einige Garnelenarten ebenfalls. Barsche und Pflanzen seltenst. Barsche und Salmer manchmal. Regel: 0,5 cm Fisch pro Liter Wasser. Und dass ist schon viel. Hier ist weniger mehr. Schwarmfische z.B. Neon nie unter 10 Stk. Panzerwelse nie unter 5 Stk. Zwerggarnelen sowie L144 und CPO`s sind eine ausgefallene aber interessante und robuste Mischung für „Beginner“ die nicht dem Einheitstrott folgen wollen.
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Links: Ancistrus sp L144 /Gold Ancistrus (schwarzauge) Weibchen
Rechts: L144 Männchen/Bock
Fotos: aquadings |
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 Der Orange Zwergkrebs - Cambarellus patzcuarensis sp. Orange Foto: aquariumharz
8. Zusätze Wasseraufbereiter: meist nicht notwendig. Lassen sie das Wasser einige Minuten laufen bevor sie es abfüllen. Ein starker Wasserstrahl (Duschkopf) läst Chlor aus dem Wasser entweichen. Algenvernichter: brauchen sie nicht wenn sie die Punkte 1-9 beachten.
9. Mut Mut einmal etwas mehr mal etwas weniger Wasser zu wechseln. Mut einmal zwei Tage nicht zu füttern. Mut das Licht einmal weniger lange brennen zu lassen. Mut in Urlaub zu fahren und den Futterautomaten den Job machen zu lassen. Mut zum Lesen. Lesen sie alles über Aquaristik was sie zu fassen bekommen. Fast überall bekommt man einen neuen Aspekt zum Thema - aber machen sie sich ihre eigenen Gedanken. Lesen Sie wohlwollend aber kritisch.
Schluss: Es geht. Das Hobby Aquaristik ist weit weniger zeitintensiv als man gemeinhin annimmt. Sie müssen nur fast alles richtig machen.
Der dumme lernt aus eigener Erfahrung, der kluge aus der Erfahrung der anderen.
Sie werden sehen es macht nicht nur Ihnen Spass. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und Freude mit der Aquaristik Ihr Holger Schumacher
Disclaimer. Die hier aufgeführten Tips wurden von mir getestet und praktiziert. Es ist dennoch möglich dass diese Methoden bei Ihnen nicht so oder anders funktionieren. Daher übernehme ich keine Gewähr. Über weitere Tips und Tricks aus Ihren "Nähkästchen" freuen wir uns natürlich immer. Senden Sie uns Ihre Erfahrungen-Fragen und Tips an: aquarium(dann das)@(und dann)ongru.de
Bodenheizung und Bodenfluter. Was ist der Unterschied?
Vom Prinzip her sind beide Geräte nur elektrische Heizkabel, die unter dem Bodengrund eingebaut werden. Der Unterschied liegt jedoch im Detail.
Die Bodenheizung besteht aus einem Heizkabel, dessen Leistung überdimensioniert ist. Dabei sollen die Temperaturschwankungen in der Wohnung komplett abgedeckt werden. Diese Geräte müssen geregelt werden, um eine Überhitzung des Aquariums zu vermeiden. Der Bodenfluter besteht demgegenüber aus einem Heizkabel, dessen Leistung unterdimensioniert ist. Sie soll möglichst ungeregelt arbeiten. Das ganze Jahr hindurch wird eine konstante Heizleistung in den Bodengrund eingebracht. Beide Systeme arbeiten höchst effizient, was man von Fußbodenheizungen im Wohnbereich bereits kennt. Der Unterschied liegt also einzig darin, dass die Bodenheizung geregelt wird und der Bodenfluter normalerweise nicht. Warum besteht dennoch ein Unterschied?
Bei der Bodenheizung wird im Vergleich deutlich mehr Heizenergie in den Bodengrund eingebracht, die eine relativ hohe Temperaturdifferenz zwischen Bodengrund und Wasser bewirkt. Der Bodengrund wird stark aufgeheizt, bevor die richtige Wassertemperatur erreicht ist. Wird die Bodenheizung dann abgeschaltet, befindet sich im Bodengrund sehr viel gespeicherte Heizenergie, die langsam an das Wasser abgegeben wird. Erst wenn diese Energie weitestgehend aufgebraucht ist, schaltet die Heizung wieder ein und der Bodengrund wird erneut stark aufgeheizt. Es entstehen also recht große Temperaturschwankungen darin, die weder von den Mikroorganismen, noch von den Pflanzen gut vertragen werden. Es entsteht zudem eine verhältnismäßig starke Thermik während der überhitzten Phase (Wasserbewegung durch Temperaturdifferenz). Während der Abkühlungsphase nimmt die Thermik ab und kann fast völlig zum Erliegen kommen. So entstehen neben den großen Temperaturschwankungen auch noch große Schwankungen bei dem Wasserdurchsatz im Bodengrund. So wird im einen Fall sehr viel belastetes Wasser in den Bodengrund eingebracht, das während der kalten Phase kaum abgebaut werden kann. Da zudem viele Mikroorganismen mit diesen starken Schwankungen in den Lebensbedingungen nicht zurecht kommen und entsprechend ein normaler Abbau kaum stattfinden kann, verdichtet sich der Bodengrund recht schnell und es kann nach mehr oder weniger langer Zeit zum plötzlichen Kippen kommen. So sind die Bodenheizungen sehr häufig für die Aquarien zu Zeitbomben geworden.
Demgegenüber finden bei dem Bodenfluter so gut wie keine Schwankungen der Temperatur statt. All die Vorteile, die sich daraus ergeben, können ohne Probleme umgesetzt werden. Es findet eine sehr konstante aber schwache Durchflutung des Bodengrundes mit Aquariumwasser statt. Dabei laufen folgende Prozesse ab:
* Das belastete Wasser wird im Bodengrund biologisch gefiltert. * Die gelösten Nährstoffe stehen den Pflanzen besser zur Verfügung. * Die Bakterien werden optimal mit sauerstoffreichem Wasser versorgt und * Der Bodengrund kann deshalb nicht mehr kippen. * Die leicht erhöhte Bodengrundtemperatur verbessert das Pflanzenwachstum
Wenn also die Entscheidung für eines dieser beiden Systeme ansteht, kann nur zu dem Bodenfluterprinzip geraten werden. Trotz ähnlicher Ausführung sind die Wirkmechanismen völlig anders
Quelle: aquaristik-hilfe.de zum seitenanfang
Der Hamburger Mattenfilter
Ein Filter im Aquarium muss sein. Aber welcher? Meist stellt sich nur die Frage Innen- oder Aussenfilter. Beide haben ihre Vor- und Nachteile, wie wir bereits berichtet haben. Aber wie wäre es mal mit einem Hamburger Mattenfilter? Kaum einer kennt Ihn. Aber Diejenigen die ihn kenne schwören auf ihn. Seine Vorteile sind zum einen das er nicht wie die meisten Innen- und Aussenfilter ein Schnellfilter, also ein rein mechanischer Filter ist der die Schwebstoffe nur einsammelt, sondern es Siedeln sich Bakterien auf der Filtermatte an, die die Schwebstoffe sowie die Giftstoffe auf natürlichem Wege abbauen. Zum Zweiten ist der Filter fast völlig wartungslos. Er braucht mehrere Jahre nicht gereinigt bzw. ausgewaschen zu werden. Einzig grobe Schwebstoffe können hin und wieder von der Außenseite der Filtermatte abgesaugt werden.

Der Filter besteht im Grunde nur aus einerpassend zugeschnittenen Filtermatte, einer Kreiselpumpe und ein paar Rohren bzw. Befestigungsmaterial. Aus diesem Grunde ist er auch recht kostengünstig. Der einzige Nachteil ist ein optischer. Am Anfang leuchtet die meist blaue Filtermatte doch recht penetrant durch das Aquarium. Nach wenigen Wochen allerdings nimmt sie eine dunkel grünbraune Farbe an und man sieht sie kaum noch. Weiter kann der Hamburger Mattenfilter schön mit Pflanzen dekoriert werden. Die Pflanzen verankern sich mit den Wurzeln in der Struktur des Schaumstoffes.
Doch wie wird er aufgebaut und wie funktioniert er? Im Grunde ist er ganz simpel aufgebaut. Die Schaumstoff- bzw. Filtermatten finden Sie in jedem Fachhandel. Sie sollte etwa 5cm dick und nicht zu grob sein. Man kann Sie leicht mit einer Schere oder einem Teppichmesser passend zu schneiden. Am besten installiert man sie an einer der Kopfseiten des Aquariums. Sie muss von einer Seite des Becken bis zur anderen, sowie vom Boden bis über die Wasseroberfläche reichen. Befestigen kann man Sie z.B. mit Saugnäpfen oder mit Aquariumsilikon. Abb.1
in das obere Ende der Matte muss ein Loch geschnitten werden damit das Ansaugrohr der Pumpe in den Raum zwischen Glas und Matte geführt werden kann. Die Kreiselpumpe saugt nun das Wasser aus dem Zwischenraum und fördert es in das Aquarium. Das Wasser dagegen strömt durch die Matte zurück in den Zwischenraum.Und genau darin liegt der Vorteil des Filters. Die Filteroberfläche ist sehr groß. Bei einem normalem 54 Liter Becken mit den Maßen 60 cm*30 cm*30 cm hat der Hamburger Mattenfilter eine Filteroberfläche von 30 cm* 30 cm also 900 cm2 , dies ist erheblich mehr als die Oberfläche des kleine Innenfilter der meist genutzt wird. Durch dies große Filterfläche strömt das Wasser nur sehr langsam durch und die Bakterien können sich ansiedeln. Bei den Schnellfiltern ist die Durchströmgeschwindigkeit meist so hoch, dass die Bakterien sich nur sehr schlecht ansiedeln können.
Doch wann muss der Filter gereinigt werden? Wenn der Wasserstand im Zwischenraum erheblich niedriger ist als der Wasserstand vor der Filtermatte, dann strömt nicht mehr genügend Wasser durch. Jetzt erst sollte er ausgebaut und durchgewaschen werden. Im Normalfall sollte das aber erst nach einem Jahr und mehr sein. Am Boden im Zwischenraum setzt sich meist Mulm ab. Dieser sollte aber auf keinen Fall entfernt werden,da er eine Vielzahl von Bakterien enthält und die Leistung des Filters steigert.
Und noch ein Tipp: Der Hamburger Mattenfilter ist für Zuchtaquarien sehr geeignet. Da keine Ansaugströmung im Aquarium entsteht, werden Eier und Jungfische nicht in den, für sie tödlichen, Filter gezogen.
quelle: aqua-aquaristik zum seitenanfang
Wieviel Licht brauchen Pflanzen?
Die tägliche Beleuchtungsdauer sollte 12 - 14 Stunden betragen. Etwas länger schadet nicht; kürzere Zeiten hemmen das Pflanzenwachstum. Ein Aquarium sollte unabhängig vom Tageslicht aufgestellt werden, in einer dunklen Ecke wirkt ein Aquarium am besten. Die Pflanzen stammen fast alle aus tropischen Gebieten (auch die gezüchteten) und sind daher an gleich bleibende Verhältnisse gewöhnt. Für die Fische ist die Beleuchtungsdauer nicht von ausschlaggebender Bedeutung. Hier würden 8 - 10 Stunden täglich reichen. Eine zu schwache Beleuchtung, dafür von längerer Dauer, kann eine kürzere, starke Beleuchtung nicht ersetzen! Bei zu langer starker Beleuchtung entwickeln sich jedoch oft Grünalgen. Die Beleuchtungsdauer muss daher reduziert werden. Wenn das Licht abends um zehn Uhr erlischt und morgens um sechs Uhr angeht, so bietet sich an, über Mittag eine Pause von ein bis zwei Stunden einzulegen (über eine Schaltuhr). Das schadet Pflanzen und Fischen erwiesenermaßen nicht und die Algen verschwinden.
Beleuchtungsstärke (Lichtmenge) Diese ist abhängig von der Art der Pflanzen, die wir pflegen wollen, von der Beckengröße, vom Lampentyp und vom Standort. Gehen wir zunächst vom Normalfall aus: Becken: 60 x 30 x 24 cm; Standort: weit vom Fenster entfernt; Lampenart: Leuchtstoffröhren; Pflanzen: schnellwüchsige Arten. Nach der Formel (PAFFRATH): 1 Watt auf 2 Liter Beckenvolumen benötigen wir für das 40 l Becken ca. 20 Watt Lichtstärke bei Leuchtstofflampen. Es gibt zwar 20 Watt Leuchtstoffröhren, aber die sind 59 cm lang also wegen der Fassungen zu lang für das von uns gewählte 60 cm Becken. Die nächst kleinere Lampe ist eine 13 Watt Röhre von ca. 52 cm Länge. Hiervon nehmen wir zwei Stück und haben damit 26 Watt, was etwas mehr ist als geplant, aber mehr Licht ist besser als zu wenig. Die Lichtintensität von Leuchtstoffröhren nimmt ohnehin innerhalb weniger Monate ab. Die Berechnung der Lichtmenge nach der vereinfachten Formel: 1 Watt auf 2 Liter Wasser bezieht sich auf Becken mit max. 50 cm Höhe. Alle Formeln und Tabellen treffen in Ausnahmefällen und besonders für den eigenen Fall manchmal nicht zu. Deshalb werden hier für den Interessierten noch einige zusätzliche Hinweise gegeben : Die Lichtmenge misst man in Lux. 1 Lux ist die Lichtmenge, die eine Lichtquelle von 1 Watt auf einer 1 Meter entfernten 1 qm großen weißen Fläche erzeugt. Das tropische Tageslicht hat bis zu ca. 100 000 Lux, gemessen am Mittag ohne Wolken. Bei Bewölkung und unter Bäumen geht dieser Wert auf ca. 10 000 Lux zurück. Je nach Wassertrübung und Wassertiefe empfangen die Wasserpflanzen dann noch Werte zwischen 50 und 5000 Lux (unter Bäumen). Im direkten Sonnenlicht können das aber auch die oben angeführten 100 000 Lux sein! Pflanzen sind an die Lichtmenge sehr anpassungsfähig. Zuviel Licht können wir ihnen praktisch nicht bieten, wohl aber zuwenig! Oberflächenpflanzen brauchen grundsätzlich viel Licht (ab 2 000 Lux): Eichhornia, Salvinia, Pistia, Riesenvallisnerien, Nuphar u. a. Wasserrosen, ausgenommen Wasserfarn (Ceratopterus) der mit ca. 1000 Lux auskommt. Pflanzen des mittleren Wasserbereichs wachsen am besten im Aquarium bei 800 bis 1 800 Lux. Bodengrundpflanzen und Cryptocorynen brauchen wenigstens 100 Lux, besser bis 250 oder sogar 300 Lux.
Die Beleuchtungsregelung Wie zu Anfang dieses Kapitels gesagt wurde, soll die Beleuchtungsdauer täglich regelmäßig 12 - 14 Stunden betragen, PAFFRATH empfiehlt sogar bis zu 16 Stunden. Pünktlich und sicher geschieht das Ein und Ausschalten der Beleuchtung durch eine Schaltuhr oder über eine Steuerung per C-Control. Stellen Sie die Schaltuhr so ein, dass das Licht eine halbe Stunde vor der Morgenfütterung angeht; der Zeitpunkt des Ausschaltens kann den jeweiligen Gewohnheiten angepasst sein. Doch sollte das Licht erst frühestens eine halbe Stunde nach der letzten Fütterung ausgeschaltet werden. Mit dem Lichtausschalten füttern Sie gleich die Bodenfische (Welse), die oft nur während der Dunkelheit Nahrung aufnehmen. Die Schaltuhr kann auch mit einem Futterautomaten gekoppelt sein, wenn an eine derartige Anschaffung für die Urlaubszeit gedacht ist.
Dimmer Nicht nur eine hübsche Spielerei sind Lichtstärkeregler, die allerdings für Glühlampen wesentlich einfacher einzubauen sind als für Leuchtstofflampen. Doch auch dafür gibt es Möglichkeiten. Fragen Sie am besten einen Elektriker, oder wer selber bauen will, schaut mal hier. Die Lichtstärkeregelung zaubert am Abend gemütliche Effekte in ein Wohnzimmer. Die tagaktiven Fische ziehen sich bei gedrosseltem Licht auf ihre Schlafplätze zurück und die nachtaktiven Tiere erwachen aus ihrem Tagschlaf. Mit Futtertabletten lockt man sie aus ihren Höhlenverstecken hervor und hat die Möglichkeit, bei abgedunkeltem Licht diese Fischarten hervorragend beobachten zu können. Ein Dimmer ist also durchaus eine nützliche Anschaffung.
Beleuchtung an heißen Sommertagen Die Vorschaltgeräte der Leuchtstofflampen entwickeln eine beachtliche Wärme, die das Aquariumwasser zusätzlich aufheizen. An Sommertagen kommt es daher häufig zu einer Erwärmung über 30°C hinaus, obwohl der Temperaturregler und damit die Heizung ausgeschaltet ist. An solchen Tagen sollte die Beleuchtung ausgeschaltet werden, denn zu dem starken Aufheizen tritt auch eine Verknappung des Sauerstoffs im Luftraum zwischen Wasseroberfläche und Lampenkasten ein, unter welchem besonders Labyrinthfische zu leiden haben. Deshalb sollte man für eine Luftzirkulation über der Oberfläche sorgen, indem man den Leuchtkasten anbohrt : seitliche Löcher von ca. 3 cm Durchmesser haben sich am besten bewährt. Einige Leuchten sind auch bereits mit vorgestanzten Löchern versehen. Man kann auch die Vorschaltgeräte (Drosseln) der Leuchtstofflampen aus dem Lichtkasten ausbauen, um die Wärmeentwicklung über dem Becken zu mindern.
Noch ein Wort zum Lichtbedarf: Je höher der Nitratgehalt (Verschmutzungsgrad) im Wasser, desto höher wird der Lichtbedarf einer Pflanze. Es kann also sein, dass in einem Becken eine bestimmte Pflanze bei wenig Licht wächst (Nitrat unter 1Omg/l) und in einem anderen Becken bei viel Licht nicht. Ein Düngen der Pflanze würde sie auch im letzteren Fall nicht besser wachsen lassen. Das Nitrat muss durch einen Wasserwechsel oder durch biologischen Abbau im Filter/Bodengrund heraus.
quelle: aqua-spider
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