21.12.2005 - 23:55 Uhr
Männer entscheiden dagegen eher aus dem Bauch heraus. Prestige sowie das Image einer Marke oder eines Fahrzeugs lassen das vermeintlich starke Geschlecht im Autohaus schwach werden. Zu diesem Ergebnis kommt die von Aral zum zweiten Mal in Auftrag gegebene Studie "Trends beim Autokauf". Dazu wurden Kaufinteressenten von Jahres- oder Neuwagen zu den wichtigsten Kaufargumenten und nach ihren Präferenzen in Sachen Farbwahl befragt.
Für Frauen spielen finanzielle Aspekte die Hauptrolle. Zwar nannten beide Geschlechter das Preis-Leistungsverhältnis sowie Verbrauch/Wirtschaftlichkeit als die beiden wichtigsten Kaufargumente, doch bei Frauen war diese Prioritätensetzung stärker ausgeprägt. Das Preis-Leistungsverhältnis ist für 58 Prozent der befragten Frauen das zentrale Kaufkriterium. Bei den Männern sind es dagegen nur 53 Prozent. Noch deutlicher sind die Unterschiede bei der Bedeutung von Verbrauch/Wirtschaftlichkeit. Für 55 Prozent der Frauen ist dieses Argument wichtig. Nur 47 Prozent der Männer messen diesem Aspekt Bedeutung bei. 42 Prozent der Frauen wollen außerdem auch auf den zu erwartenden Wiederverkaufswert achten. Der spielt dagegen nur für 34 Prozent der Männer eine Rolle.
Der kleine Unterschied beim Autokauf: Frauen bevorzugen einen Kleinwagen, während Männer besonderen Wert auf größere Karosserieformen und Marken-Image legen
Weitere Schwerpunkte setzen Frauen in puncto Familienfreundlichkeit, Umweltfreundlichkeit oder Variabilität. Für diese Punkte interessieren sich 30 Prozent mehr Frauen als Männer. Die wiederum sehen ihr künftiges Fahrzeug als Prestige-Objekt. Immerhin 21 Prozent der Männer wollen ihre Entscheidung vom Image und Prestige einer Marke oder eines Fahrzeugs abhängig machen. Bei den Frauen sind es nur 15 Prozent.
Dieses Prestigedenken schlägt sich auch bei den bevorzugten Marken nieder. Männer bevorzugen im Vergleich die deutschen Marken Mercedes-Benz und BMW. Frauen dagegen wollen sich bevorzugt für ein Auto eines japanischen Importeurs oder für einen Volkswagen entscheiden, die beide für Solidität und ein angemessenes Preis-Leistungsverhältnis stehen.
Männer entscheiden sich tendenziell nicht nur für die prestigeträchtigeren Marken und Fahrzeuge, sondern auch für die teureren Karosserieformen. Die klassische Limousine (39 Prozent) sowie der Kombi (28 Prozent) stehen bei den Männern ganz hoch im Kurs. Frauen haben im Vergleich dazu bescheidenere Wünsche. Zwar steht auch bei ihnen die Limousine mit 29 Prozent auf der Spitzenposition der Wunschliste, doch dahinter teilen sich Kombi und Kleinwagen mit jeweils 21 Prozent den zweiten Platz. Nur acht Prozent der Männer ziehen die Anschaffung eines Kleinwagens in Betracht. Neben dem Kleinwagen-Segment werden auch die Karosserieformen Cabrio und Mini-Van von Frauen dominiert. Mit zehn bzw. neun Prozent interessieren sich mehr als doppelt so viele Frauen wie Männer für diese Fahrzeuge. Coupés oder Geländewagen spielen für beide Geschlechter eine untergeordnete Rolle.
Trotz des klaren Rückgangs bei Silber von 33 auf 25 Prozent im Vergleich zur ersten Untersuchung "Trends beim Autokauf 2003" bleiben Silber und Schwarz (stagnierend bei 23 Prozent) die absoluten Trendfarben. Daneben konnte Rot seinen Anteil von drei auf sieben Prozent mehr als verdoppeln. Der Geschlechtervergleich zeigt: Frauen haben mehr Mut zur Farbe. Zehn Prozent der befragten Frauen wollen ein rotes Fahrzeug anschaffen. Bei den Männern können sich nur fünf Prozent für diese Farbe erwärmen.
H.S. Quelle: Aral Presse Info
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