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Home : News rund um den Globus : 2011 : Land NRW und RVR stellen gemeinsames Konzept zur Nachhaltigkeit des Kulturhauptstadtjahres vor - Route der Industriekultur präsentiert wichtige Ankerpunkte beim NRW-Tag in Bonn - Städtelärmranking 2011: Hannover ist die lauteste Stadt, Münster ist die leiseste Stadt Deutschlands Studie vergleicht erstmalig die Lärmbelastung deutscher Großstädte
Land NRW und RVR stellen gemeinsames Konzept zur Nachhaltigkeit des Kulturhauptstadtjahres vor - Route der Industriekultur präsentiert wichtige Ankerpunkte beim NRW-Tag in Bonn - Städtelärmranking 2011: Hannover ist die lauteste Stadt, Münster ist die leiseste Stadt Deutschlands Studie vergleicht erstmalig die Lärmbelastung deutscher Großstädte
20.09.2011 - 19:12 Uhr
Land NRW und RVR stellen gemeinsames Konzept zur Nachhaltigkeit des Kulturhauptstadtjahres vor
Das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen und der Regionalverband Ruhr teilen mit:
Düsseldorf, 12. Oktober 2011. Kulturministerin Ute Schäfer und die Regionaldirektorin des Regionalverbands Ruhr (RVR) Karola Geiß-Netthöfel haben heute in Düsseldorf ein gemeinsames Konzept zur Nachhaltigkeit des Kulturhauptstadtjahres vorgestellt. Das Kulturministerium und der RVR wollen jährlich je 2,4 Millionen Euro bereit stellen, um die im Kulturhauptstadtjahr 2010 entwickelten neuen Netzwerke, regionalen Partnerschaften und Kooperationen mit insgesamt 4,8 Millionen Euro zu fördern und weiter zu entwickeln.
„Das Ruhrgebiet wird national und international immer attraktiver. Deshalb darf das Kulturhauptstadtjahr kein Strohfeuer sein. Im Gegenteil: Der Schub, den dieses Jahr dem Ruhrgebiet gegeben hat, seine besten Projekte, die vielen Verbindungen, Netzwerke und Synergien, die entstanden sind, müssen erhalten und weitergeführt werden. Als Landesregierung setzen wir uns deshalb dafür ein, den positiven Wandel des Ruhrgebiets weiter zu unterstützen und voranzubringen. Wir wollen, dass die international so erfolgreiche Kultur-Metropole Ruhr dauerhaft attraktiv bleibt“, erklärte Schäfer.
Auch Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel bekräftigte: „Wir wollen, dass die Metropole Ruhr weiter so bunt, vielfältig und vital bleibt wie sie es im Kulturhauptstadtjahr gewesen ist. Der Regionalverband Ruhr will der Garant für ein kulturell lebendiges Miteinander der Städte, der Institutionen und der Bürger sein.“
Der Regionalverband Ruhr wird nach der Kulturhauptstadt vermehrt koordinierende Aufgaben für die Entwicklung der Kultur in der Metropole Ruhr übernehmen. Sein Ausschuss für Kultur und Sport bleibt wichtiges Leitorgan der kulturpolitischen Entwicklung. Darüber hinaus veranstalten das Land NRW und der RVR ab 2012 jährlich eine programmatische „Kulturkonferenz Ruhr“ zu jeweils aktuellen Fragen der regionalen Kulturpolitik. Für seine Koordinationsaufgaben erhält der RVR 200.000 Euro.
Die Kultur Ruhr GmbH, derzeit u.a. verantwortlich für die Durchführung der Ruhrtriennale, wird um die eigenständige Programmsäule „Künste im urbanen Raum“ erweitert. Dort soll an die im Rahmen der Kulturhauptstadt gebildeten Netzwerke und Projekte angeknüpft werden. Ein wichtiges Ziel dieser regionalen Kulturentwicklung durch die neue Sparte besteht vor allem darin, die Zusammenarbeit bestehender Kultureinrichtungen zu unterstützen und so über die Region hinaus strahlende Exzellenzprojekte zu initiieren und zu fördern. Für diese künftige vierte Säule „Künste im urbanen Raum“ fließen jährlich bis zu 3,1 Millionen Euro an die Kultur Ruhr GmbH. Das Land NRW und der Regionalverband Ruhr sind mit Abstand die beiden größten Gesellschafter der GmbH mit Sitz in Gelsenkirchen.
Die Ruhr Tourismus GmbH (RTG) hat im Kulturhauptstadtjahr erfolgreich die Metropole Ruhr national und international als Ziel für Städtereisen beworben. Dieser Weg soll durch die touristische Vermarktung der „Kulturmarke Ruhr“ weiter fortgeführt werden. Zudem wird die RTG, wie schon bei der bekannten „Extraschicht“, als Veranstaltungsagentur identitätsstiftende, regionale Großereignisse mit breiter Bürgerbeteiligung, ähnlich dem Day of Song, konzipieren und durchführen. Für diese Aufgaben erhält die RTG, eine hundertprozentige Tochter des RVR, insgesamt 1,1 Millionen Euro.
Durch das "European Center of Creative Economy" und die wirtschaftsförderung metropoleruhr GmbH (wmr) soll die begonnene Entwicklung der Kreativwirtschaft in einer gesicherten Trägerstruktur fortgeführt werden. Für diese Aufgabe erhält die Gesellschaft in den ersten drei Jahren 300.000 Euro. Die Stadt Dortmund stellt sich auf der Grundlage seiner Aktivitäten im Dortmunder "U" als Ankergründer einer ECCE GmbH zur Verfügung. Die wmr als hundertprozentige Tochter des RVR wird ebenfalls Gesellschafter von ECCE und erhält für zusätzliche Aktivitäten zur Förderung von Kreativquartieren 100.000 Euro.
Route der Industriekultur präsentiert wichtige Ankerpunkte beim NRW-Tag in Bonn
Metropole Ruhr/Essen. Unter Federführung des Regionalverbandes Ruhr (RVR) beteiligen sich zahlreiche Ankerpunkte der „Route der Industriekultur“ an einer umfangreichen Präsentation zum Thema „Industriekultur NRW“ auf dem „Nordrhein-Westfalen-Tag Bonn 2011“. Vom 1. bis 3. Oktober mit dabei sind u. a. das UNESCO-Welterbe Zollverein Essen, die Jahrhunderthalle Bochum und der Maximilianpark Hamm. Nach den erfolgreichen Auftritten in Wuppertal (2008), Hamm (2009) und zuletzt Siegen (2010) präsentiert sich die Route zum sechsten Mal auf dem jährlich stattfindenden Landesfest.
Die teilnehmenden Ankerpunkte der Route zeigen die lebendige Vielfalt der Industriekultur der Metropole Ruhr. In 21 Pagodenzelten und auf Außenflächen stehen an den drei Tagen Verlosungen, Mitmachaktionen, Vorführungen und Geschicklichkeitsspiele auf dem Programm; ganz nach dem Motto: Industriekultur zum Anfassen für die ganze Familie. Die Zelte zur „Industriekultur NRW“ stehen im Bonner Hofgarten und sind Teil des Veranstaltungsbereichs „Gastgeberland NRW“.
Gefeiert wird auch der „Tag der Deutschen Einheit“
In diesem Jahr wird der NRW-Tag erstmalig zusammen mit der zentralen Veranstaltung zum „Tag der Deutschen Einheit“ gefeiert. Das Land und die Bundesstadt Bonn richten die Feierlichkeiten in enger Kooperation mit den Verfassungsorganen der Bundesrepublik Deutschland aus. Während des langen Wochenendes rechnen die Veranstalter in Bonn mit mehreren Hunderttausend Besucherinnen und Besuchern aus ganz Deutschland und dem angrenzenden europäischen Ausland.
Die „Route der Industriekultur“ wird auf dem „Nordrhein-Westfalen-Tag Bonn 2011“ vertreten durch den Regionalverband Ruhr als Projektträger der Route und durch folgende Teilnehmer:
- Chemiepark Marl
- DASA Arbeitswelt Ausstellung, Dortmund
- Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen
- Innenhafen Duisburg
- Jahrhunderthalle Bochum
- Kokerei Hansa / Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur, Dortmund
- Lindenbrauerei Unna / Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna
- LVR-Industriemuseum, Oberhausen
- LWL-Industriemuseum, Dortmund
- Maximilianpark Hamm
- Museum der Deutschen Binnenschifffahrt, Duisburg
- Nordsternpark, Gelsenkirchen
- Stadtmarketing Witten GmbH
- Welterbe Zollverein, Essen
- Zeche Ewald / Tourismusbüro Herten
Mit dabei sind außerdem die Ruhr Tourismus GmbH sowie weitere industriekulturelle Initiativen, Einzelstandorte und Netzwerke des Landes NRW, wie:
- Bergischer Ring e. V.
- ERIH - Europäische Route der Industriekultur e. V.
- WasserEisenLand e. V.
- Industriemuseen der Euregio Maas-Rhein

Städtelärmranking 2011: Hannover ist die lauteste Stadt, Münster ist die leiseste Stadt Deutschlands Studie vergleicht erstmalig die Lärmbelastung deutscher Großstädte • Fraunhofer IBP untersucht im Auftrag der gemeinnützigen GEERS-Stiftung Lärmkarten von 27 Städten mit mehr als 250.000 Einwohnern • Lauteste Top 5: Hannover, Frankfurt a. M., Nürnberg, Bonn, Köln • Leiseste Top 5: Münster, Augsburg, Leipzig, Mannheim, Aachen Berlin, 20.09.2011: Erstmalig hat eine wissenschaftliche Studie die lautesten und die leisesten Großstädte Deutschlands ermittelt. Das Ergebnis: Hannover ist am stärksten von Lärm belastet, in Münster ist es am ruhigsten. Zu den lautesten Städten gehören auch Frankfurt am Main (Rang 2), Nürnberg (3), Bonn (4) und Köln (5). Berlin folgt auf Platz 6, München auf 7, Hamburg befindet sich im Mittelfeld auf dem 13. Rang. Prof. Dr. Gottfried Diller, Vorstandsvorsitzender der GEERS-Stiftung: „Die Studie zeigt, wie stark Großstädte und damit auch die Menschen in diesen Städten von Lärm belastet sind. Einige Städte sind dabei ruhiger als andere, da sie scheinbar viele ‚Rückzugsgebiete’ bieten, in denen sich Menschen vom Lärm erholen können. Maßnahmen, die zum Erhalt und zum Ausbau solcher Bereiche führen, könnten auch in lauteren Städten einen positiven Beitrag zu mehr Hörkultur leisten.“ Mit der Studie möchte die GEERS-Stiftung für das Thema Lärm in Städten sensibilisieren und zur Diskussion anregen. „Dazu gehört, dass Menschen sich bewusst mit dem Hören auseinandersetzen. So wollen wir durch eine bessere Hörkultur erreichen, dass sich Mensch bewusst vor Lärm jeglicher Art und den damit verbundenen negativen Auswirkungen schützen“, sagte Prof. Diller anlässlich der Veröffentlichung der Studie. Daher werde das Thema Hörkultur auch der Mittelpunkt des Kolloquiums der Stiftung im nächsten Jahr sein. Für die Analyse hat das Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP) im Auftrag der gemeinnützigen GEERS-Stiftung die Lärmkarten der 27 deutschen Großstädte mit mehr als 250.000 Einwohnern ausgewertet. Die Karten werden seit 2007 von den Städten selbst erstellt. Das Ergebnis zeigt, welche Fläche einer Stadt über den gesamten Tag und die Nacht mit Lärm von mehr als 55 dB(A) belastet ist. Im Bezug zur Gesamtfläche einer Stadt ergibt sich so ein Ranking der Städte. Dabei hatten die Forscher Zugriff auf Daten zu Straßen-, Schienen-, Flug sowie Industrie-und Gewerbelärm und konnten auch Bereiche ermitteln, an denen sich diese Lärmarten gegenseitig überlappen. So wurden zusätzlich die lautesten Orte in einer Stadt ermittelt. Kontakt: Prof. Dr. phil. Gottfried Diller Pädagogische Hochschule Heidelberg Mobil: +49 (0)171 5 2426 19 E-Mail: diller@ph-heidelberg.de 20. September 2011 Die Lärmquelle mit der größten Flächenwirkung ist der Straßenverkehr, gefolgt vom Schienenverkehr. Die Gesamtfläche der durch Lärm belasteten Flächen reicht in den Städten von etwa 17 bis ca. 70 Prozent. Unterschiede zwischen den Städten resultieren dabei auch aus komplexen, über Generationen gewachsenen urbanen Strukturen. Daher gilt nicht, dass größere Städte zwangsläufig stärker lärmbelastet sind. Dr. Philip Leistner, Stellvertretender Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik (IBP) und der Leiter der Studie: „In der lautesten Stadt sind fast 70 Prozent der Fläche mit einem mittleren Lärmpegel von mehr als 55 dB(A) belastet. Den zuständigen Behörden zufolge ist oberhalb dieses Pegels Lärmschutz ernsthaft in Erwägung zu ziehen. Dies verdeutlicht das Ausmaß der Herausforderung, vor der wir stehen und die noch Generationen beschäftigen wird. Höchste Priorität sollten die kleineren urbanen Brennpunkte mit Lärmpegeln über 75 dB(A) haben. Hier sind Auswirkungen für die Betroffenen nahezu unvermeidlich.“ Über die GEERS-Stiftung: Die gemeinnützige GEERS-STIFTUNG fördert Vorhaben, die unter besonderer Berücksichtigung der Hörakustik dem Wohle der Hörbehinderten, insbesondere dem der hörbehinderten Kinder, dienen. Seit 1981 führt die Stiftung in zweijährigem Rhythmus multidisziplinäre Kolloquien durch. Internationale Wissenschaftler und Praktiker erörtern dabei medizinische, soziale und pädagogische Probleme von Hörstörungen, insbesondere von kindlichen Hörstörungen. Mehr Informationen zu den Zielen und Aktivitäten der GEERS-Stiftung finden Sie unter: http://www.geers-stiftung.de/ Pressekontakt: Prof. Dr. phil. Gottfried Diller Pädagogische Hochschule Heidelberg Mobil: +49 (0)171 5 2426 19 E-Mail: diller@ph-heidelberg.de Kontakt: Prof. Dr. phil. Gottfried Diller Pädagogische Hochschule Heidelberg Mobil: +49 (0)171 5 2426 19 E-Mail: diller@ph-heidelberg.de 20. September 2011 Die Ergebnisse im Detail: Rang Stadt Belastete Fläche* 1 Hannover 69,4
2 Frankfurt am Main 65,6
3 Nürnberg 61,4
4 Bonn 57,7
5 Köln 55,0
6 Berlin 50,9
7 München 49,7
8 Gelsenkirchen 49,6
9 Dortmund 48,7
10 Bochum 46,9
11 Duisburg 46,8
12 Düsseldorf 45,9
13 Hamburg 43,9
14 Wiesbaden 43,6
15 Mönchengladbach 41,7
16 Bremen 40,8
17 Wuppertal 40,2
18 Bielefeld 40,2
19 Essen 39,5
20 Stuttgart 37,6
21 Dresden 33,7
22 Karlsruhe 32,9
23 Aachen 31,8
24 Mannheim 30,8
25 Leipzig 27,6
26 Augsburg 17,0
27 Münster 16,7
Kontakt: Prof. Dr. phil. Gottfried Diller Pädagogische Hochschule Heidelberg Mobil: +49 (0)171 5 2426 19 E-Mail: diller@ph-heidelberg.de 20. September 2011 * in Prozent von der städtischen Gesamtfläche (belastete Fläche über 55 dB (A) im Tagesmittel) |
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