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Home : sport : Stadien : bayernM : bayernM.html




Titel:                                                                                                                                         Bilder Allianz Arena
Europapokal der Landesmeister/Champions League
gewonnen: 1974, 1975, 1976, 2001
 zweiter: 1982, 1987, 1999
UEFA-Pokalsieger (1): 1996
· Europapokal der Pokalsieger (1): 1967
· Weltpokal (2): 1976, 2001
· Double (5): 1969, 1986, 2000, 2003, 2005
· Deutscher Meister (19): 1932, 1969, 1972, 1973, 1974, 1980, 1981, 1985, 1986, 1987, 1989, 1990,  1994, 1997, 1999, 2000, 2001, 2003, 2005
· Deutscher Vizemeister (8): 1970, 1984, 1988, 1991, 1993, 1996, 1998, 2004
· DFB-Pokal-Sieger (12): 1957, 1966, 1967, 1969, 1971, 1982, 1984, 1986, 1998, 2000, 2003, 2005
· DFB-Pokal-Finalist (2): 1985, 1999
· Deutscher Supercup-Sieger (3): 1983 (inoffiziell), 1987, 1990
· Deutscher Ligapokal-Sieger (5): 1997, 1998, 1999, 2000, 2004
· Süddeutscher Meister (2): 1926, 1928
· Bayerischer Meister (4): 1910, 1911, 1926, 1928,
· Südbayerischer Meister (12): 1910, 1916, 1917, 1918, 1920, 1923, 1929, 1930, 1931, 1932, 1933, 1944
· Oberbayerischer Meister (6): 1904, 1905, 1908, 1917, 1918, 1945


B a y e r n M ü n c h e n


Zugänge:
+ Ali Karimi (Al Ahli Dubai, ablösefrei)
+ Philipp Lahm (VfB Stuttgart, war ausgeliehen)
+ Valerien Ismael (Werder Bremen, 8 Mio.)

Abgänge:
- Robert Kovac (Juventus Turin, ablösefrei)
- Alexander Zickler (SV Salzburg, ablösefrei)
- Thomas Linke (SV Salzburg, ablösefrei)
- Vahid Hashemian (Hannover 96, 1,2 Mio.)
- Torsten Frings (Werder Bremen, 5 Mio.)
- Samuel Kuffour (AS Rom, ablösefrei)
- Tobias Rau (Arminia Bielefeld)


Nr. Name Position Geb.
1 Oliver Kahn Tor 15.06.1969
22 Michael Rensing Tor 14.05.1984
2 Willy Sagnol Abwehr 18.03.1977
3 Lucio Abwehr 08.05.1978
25 Valérien Ismaël Abwehr 28.09.1975
6 Martin Demichelis Abwehr 20.12.1980
21 Philipp Lahm Abwehr 11.11.1983
69 Bixente Lizarazu Abwehr 09.12.1969
7 Mehmet Scholl Mittelfeld 16.10.1970
8 Ali Karimi Mittelfeld 08.11.1978
11 Ze Roberto Mittelfeld 06.07.1974
13 Michael Ballack Mittelfeld 26.09.1976
16 Jens Jeremies Mittelfeld 05.03.1974
18 Andreas Görlitz Mittelfeld 31.01.1982
20 Hasan Salihamidzic Mittelfeld 01.01.1977
23 Owen Hargreaves Mittelfeld 20.01.1981
26 Sebastian Deisler Mittelfeld 05.01.1980
31 Bastian Schweinsteiger Mittelfeld 01.08.1984
10 Roy Makaay Angriff 09.03.1975
14 Claudio Pizarro Angriff 03.10.1978
24 Roque Santa Cruz Angriff 16.08.1981
33 Paulo Guerrero Angriff 01.01.1984

Trainer
Felix Magath


Geschichte
Der Berliner Franz John hat die Geschichte eingeleitet. 18 Namen umfaßte die Gründungsurkunde im Februar 1900. Es waren die ersten Spieler - etliche folgten
ihnen. Schon 1907, als die Roten ihre neue sportliche Heimat, den Bayern-Platz an der Leopoldstraße, bezogen, hatte der Aufschwung eingesetzt.
Zur Einweihung des neuen Untergrunds bekam die lokale Konkurrenz vom FC Wacker mit 8:1 zu spüren, wohin der Weg führte: Zunächst mal an einen Spitzenplatz
im Münchner Fußball. Von einer richtigen Tribüne aus konnten die Zuschauer diesen Werdegang mit besonderem Komfort beiwohnen. 1910 gipfelte er vorläufig mit
dem Titel des Ostkreismeisters.
Ungeschlagen und in kurzen Hosen, wenngleich deshalb von manchen belächelt, verteidigten die Bayern diesenTitel auch im Jahr darauf. Da hatte der Verein sogar
schon einen echten Nationalspieler in seinen Reihen. Der hieß Max "Gaberl" Gablonsky und hatte am 16. Mai 1910 vor dem 0:3 gegen Belgien zum ersten Mal im
deutschen Trikot das Feld betreten.
Vonjetzt an ging es immer schneller. 1920 hatte der FC Bayern schon 700 Mitglieder und war damit das, was er noch heute ist: Der größte Fußballverein der Stadt.
1926 gewann dieser gar die Süddeutsche Meisterschaft, 1932 war dann zum ersten Mal der nationaleTitel fällig - das 2:0 gegen Eintracht Frankurt und die Fakten:
Die Torschützen lauteten Rohr und Krumm, die Stars hießen Heidkamp und Breindl, Trainer sowie Masseur, Organisator und Geschäftsführer in einem war Richard
"Little" Dombi.
Der FC Bayern war längst zu einer festen Größe in Deutschland geworden. Doch nachdem Simetsreiter, Goldbrunner und Moll das Olympiateam 1936 in Berlin
verstärkt hatten, erstarb die frohe Fußballstimmung. Der zweite Weltkrieg brach aus, und jahrelang ruhte der Puls des Sports, auch bei den Bayern.
Nach dieser Periode der Not und Katastrophen brauchte auch der deutsche Fußball eine gewisse Anlaufzeit. Es dauerte neun Jahre, bis endlich wieder große
Begeisterung ausbrach - als die deutsche Nationalmanschaft triumphal zurückkehrte vom Unternehmen Weltmeisterschaft aus der Schweiz. Sepp Herbergers Team
hatte dort den ersten WM-Titel gewonnen, wenngleich das 3:2 gegen Ungarn ein bitteres Erlebnis war für Jakob Streitle, den Kopf der Bayern. Der bis dato
15-malige Nationalspieler musste ausgerechnet beim Finalsieg von Fritz Walter & Co. zuschauen.
Ein Spiel einer deutschen Auswahl ohne Bayern-Spieler sollte aber erst später ein seltener Anblick werden. 1957 gewannen die Roten vor 42.000 Zuschauern im
ausverkauften Augsburger Rosenaustadion zwar zum ersten Mal den DFB-Pokal - Jobst erzielte das entscheidende 1:0 gegen Fortuna Düsseldorf - danach folgte
aber eine kleine Durststrecke: Die Bayern, von 1962 an geführt vom Bauunternehmer Wilhelm Neudecker, mussten 1963 die Enttäuschung hinnehmen, nicht in der
neugegründeten Bundesliga mitspielen zu dürfen.
Es dauerte aber nur zwei Jahre, ehe der FC Bayern ins sogenannte Oberhaus des Fußballs stürmte. Und das unter dem 1998 verstorbenen Trainer Tschik
Cajkovski. Eine bemerkenswerte Entwicklung des FC Bayern begann: Weil der Chronist zum ersten Mal auf den Namen Franz Beckenbauer stößt, weil auch weitere
große Namen der Bayern-Historie auftauchen.
Cajkovski hatte Franz (der wegen einer Watsch'n, die ihm ein Sechziger verabreicht hatte, nicht zu den Blauen, sondern zu den Roten gewechselt war) in der
Aufstiegsrunde eingesetzt. Hinter ihm stand ein gewisser Sepp Maier im Tor, vor ihm schob zuverlässig ein stämmiger junger Mann namens Gerd Müller (Cajkovski
kreierte den liebevollen Beititel "kleines dickes Müller") die Kugel in selbiges auf der Gegenseite.
Diese Achse war es, die dem FC Bayern erst zu Weltruhm verhalf. Erfolgreicher Aufgalopp im ersten Bundesligajahr 1965/66 mit Platz drei. Zum Lohn durften
Beckenbauer und Maier mit dem Nationalteam auf die Insel, wo Deutschland erst im WM-Finale an Gastgeber England scheiterte.
Ganz ohne Titel verging das Fußball-Jahr jedoch nicht: Dem WM-Turnier war der zweite Pokalsieg der Bayern durch ein 4:2 gegen den Meidericher SV
vorausgegangen. Zweimal Brenninger, Ohlhauser und Beckenbauer hatten vor 60.000 Zuschauern in Frankfurt getroffen.
Ein Jahr später, 1967, erklommen die Bayern den ersten europäischen Gipfel: Unmittelbar nach dem dritten Pokalsieg, einem 4:0 gegen den Hamburger SV, schafften
Beckenbauer & Co. eine Art Double: Franz "Bulle" Roth, der stets die ganz wichtigen Tore erzielte und deshalb noch heute "Mister Europacup" genannt wird, traf in
der 109. Minute zum 1:0 gegen die Glasgow Rangers. Der Europapokal der Pokalsieger gehörte den Bayern.


Allianz Arena Fakten
Daten der Allianz Arena
Nach dem bereits das Olympiastadion die Stadt München weit über die Grenzen hinaus bekannt gemacht hat, wird auch die neue Allianz Arena ein Meilenstein der
modernen Architektur. Hier erhalten Sie sämtliche Informationen und offizielle, detaillierte Zahlen zum Innenleben der Allianz Arena. Medienvertreter erhalten
ausgesuchte Presseartikel und offizielle Bilder der Allianz Arena hier.
Allgemeine Informationen
Bürgerentscheid
Beim Bürgerentscheid gab es eine überwältigende Mehrheit von 65,8 Prozent für das Projekt und nur 34,2 Prozent Nein-Stimmen. Auch das sogenannte Quorum,
wonach mindestens zehn Prozent aller Wahlberechtigten zustimmen müssen, wurde erfüllt. Die Wahlbeteiligung lag mit 37,5 Prozent so hoch wie noch nie bei einem
Bürgerentscheid in Bayern.
Standort
München-Fröttmaning
Baubeginn
Grundsteinlegung am 21. Oktober 2002
Kapazität
· insgesamt 66.000 komplett überdachte Plätze (inkl. Logen und Business-Seats)
· unterer Rang: 20.000 Sitzplätze
· mittlerer Rang: 24.000 Sitzplätze
· oberer Rang: 22.000 Sitzplätze
· in Süd- und Nordkurve jeweils als Stehplätze nutzbare Vario-Sitze
· 2.152 Business- und Presse-Sitze
· 106 unterschiedlich große Logen mit 1.374 Plätzen
· 200 spezielle Sitzplätze für Behinderte auf der Haupterschließungsebene (ohne Ebenenwechsel)
Parkmöglichkeiten
· 9.800 Parkplätze in den 4 vier-geschossigen Parkhäusern der Esplanade (größtes Parkhaus Europas)
· 1.200 Parkplätze auf 2 Ebenen im Stadion
· 350 Busparkplätze (240 im Norden und 110 im südlichen Anschluss der Esplanade)
Innenleben
· 7.000 m² Gastronomieflächen, die sich aufteilen in:
- 28 Kioske
- 2 Fan-Restaurants, Südkurve und Nordkurve mit jeweils 1.000 Plätzen
- Restaurant Arena a la Carte mit 400 Plätzen
- Presseclub mit ca. 350 Plätzen
· Mixed Zone von 520 m²
· Büros & Konferenzräume
· großzügig angelegte Medienbereiche
· eine Kindertagesstätte
· 54 Ticketschalter
· Einkaufsmöglichkeiten
· 4 Kabinen (Bayern, 1860, 2xGast), 4 Trainerkabinen und 2 Schiedsrichterkabinen
· zwei Aufwärmhallen von jeweils ca. 110 m²
Innenraum
· Spielfeld: 68 m x 105 m, Rasen brutto: 72 m x 111 m
· Gesamtgröße (Brüstung zu Brüstung): 120 m x 83 m
· Zuschauerabstand zum Spielfeld: 7,50 m
· Bandenhöhe Seite: ca. 1,20 m
· Steigung der einzelnen Ränge:
- unterer Rang: ca. 24°
- mittlerer Rang: ca. 30°
- oberer Rang: ca. 34°
· zwei jeweils 100 m² große LED-Videoleinwände im 16:9-Format auf 42,50 m Höhe
· 232 Scheinwerfer auf 45 m Höhe
Dimension Allianz Arena und Esplanade
· Dimension Stadion: 258 m x 227 m x 50 m
- 7 Ebenen
- Umfang: 840 m
- Fassade und Dach: 64.000 m² Gesamtfläche bestehend aus 2.874 Luftkissen
- Dachfläche: 38.000 m²
- Fassade: 26.000 m²
- Beleuchtbare Fläche (in drei Farben): 24.000 m²
- Überbaute Fläche: 37.600 m²
- Gesamtnutzfläche: 171.000 m²
· Dimension Esplanade: 543 m x 136 m x 0-12 m
- 4 Geschosse
- Umfang: 1.358 m
- Überbaute Fläche: ca. 73.900 m²
Detaillierte Zahlen
Fassade
· 2.760 rautenförmige Kissen aus ETFE-Folie bilden 66.500 m² Bedachung und Fassade
· größte Membranhülle der Welt
· Daten der ETFE-Folie (Ethylen-Tetrafluorethylen):
- Dicke (mm): 0,2
- Gewicht (g/m²): 350
- Zugfestigkeit längs/quer(N/mm²): 52/52
- Zugspannung bei 10 % Dehnung längs/quer (N/mm²): 21/21
- Reißdehnung längs/quer (%): 600/600
- UV-Durchlässigkeit (%): 95
- Transparenz (%): 93
- Farbe: transparent (im Dachbereich), transluzent (weiß, restliche Fassade)
· 1.380 Kissen sind jeweils unterschiedlich groß und haben eine andere Form
- Gesamtgröße: 7,6 m² bis 40,7 m²
- Kantenlängen: ca. 3 m bis ca. 10 m
- Größte Spannweite: 1,9 m bis ca. 4,6 m
- Längste Diagonale: ca. 17 m
· Ventilatoren blasen die Kissen mit einem dauerhaften Druck von 350 Pascal auf (Druckerhöhung bis 800 Pascal möglich)
· bei Schneefall veranlassen 12 Druckmessdosen den nötigen Druckausgleich, um einer Schneehöhe von ca. 1,6 m standzuhalten
· Lebensdauer ca. 25 Jahre, nicht brennbar, äußerst Hitze- und Kälte beständig, selbstreinigend durch Regen
· 19 Kissen auf 51,41 m Höhe können zum Entwärmen und Entrauchen geöffnet und geschlossen werden
· jedes dieser speziellen Hydraulik-Kissen trägt eine Maximallast von 8 t und hält einem Windsog von 22 t stand
·Die Folie ist nicht begehbar
Beleuchtung der Fassade
· 1.056 (von 2.760) beleuchtete Kissen (in den Farben weiß, blau und rot)
· gesamt beleuchtete Fläche: 25.500 m²
· insgesamt 4.250 Sonderleuchten
· pro Kissen 4 Leuchten (4 gleiche Leuchten jeweils paarweise zwischen zwei linsenförmigen Kissen)
· 25.344 Langfeld-Leuchtstofflampen mit einer Lebensdauer von 8.000 Stunden
· Gesamtleistung: Rund 1,47 MW
· 6 Langfeld-Leuchtstofflampen (58 W) und 3 Vorschaltgeräte in einem 3,50 m langen Leuchtengehäuse
· rote, blaue und transparente Abdeckscheiben in jeder Leuchte ermöglichen den Farbwechsel
· asymmetrische Parabolspiegel sorgen für eine gleichmäßige Ausleuchtung der Kissen
· 506 KWh bei voller Beleuchtung
· 100 Kilometer Kabel mussten für die Beleuchtung der Außenfassade verlegt werden
· der gesamte Stadionstrom wird über 5 Transformatoren eingespeist
· das Licht darf innerhalb von 2 Minuten wechseln, um eine Gefährdung auf der Autobahn auszuschließen
· Schriftzug „Allianz Arena“ in Nord und Süd:
- 12 in blau und weiß beleuchtbare Buchstaben, Gewicht jeweils: 250500 Kg
- Material: Stahl, Blech, Aluminium, durchleuchtender Kunststoff
- größte LED-Anzeige Europas (100.000 Lichtemmitierende-Dioden)
- montiert auf 40 m langer Stahlunterkonstruktion
Dachkonstruktion
· Gesamtfläche: 38.000 m²
· Primärdachkonstruktion (60%):
- 48 radial angeordnete Hauptträger - ca. 65 m lang und bis zu 95 t schwer
- insgesamt 5.300 t Stahl S355
· Sekundärdachkonstruktion (Verstrebungen zwischen Haupträgern 40%)
- bildet rautenförmiges „Stahlnetz“ bzw. Sprossenwerk, in das die Kissen eingehängt werden
- bestehend aus Rechteckrohren der Größe 180 mm x 180 mm x 5-16 mm
- insgesamt 3.400 t Stahl S355
· frei schwebende Konstruktion in 50 m Höhe
· größte Auflagerdruckkraft unter Eigengewicht und voller Schneelast am inneren Auflager: 5.000 kN (~500 t)
· Größte Auflagerzugkraft am äußeren Auflager: 3.300 kN (~330 t)
· Durchbiegung der Kragspitze unter voller Schneelast und Wind: 55 cm
· sämtliche Kissen auf dem Dach bestehen aus einer transparenten Unterseite
· darunter befindet sich eine raffbare Unterdecke (Theaterfunktion und Blende), die von 51 Elektromotoren geöffnet und geschlossen werden kann
Rohbau Stadion und Esplanade
· Gesamtbetonmenge Stadion: ca. 120.000 m³
· Gesamtstahlmenge Stadion: ca. 22.000 t
· Fundament: 180 t schwer, Größe eines Einfamilienhauses, Traglast bis zu 1.500 t
· insgesamt 350 schräg stehenden Rundstützen, 50 auf jeder Ebene
- Rundstützen (Durchmesser: 65 cm, Länge: 6 m) können Last von bis zu 10.000 kN (~ 1.000 t) aufnehmen
· 8 Treppenhäuser, 15 Kaskadentreppen im Abstand von 45 m
· Außenfassade (unter der Kissenfassade):
- Fassadenfläche: ca. 12.000 m², davon verglaste Fläche: ca. 5.000 m²
· Innenfassade (Businessclub):
- Fassadenfläche: ca. 350 m², davon verglaste Fläche: ca. 300 m²
· Logenbereich:
- Fassadenfläche: ca. 3.000 m², davon verglaste Fläche: ca. 2.000 m²
· Ränge:
- 2.446 Tribünenfertigteile
- 3.985 Blockstufen auf den Tribünenfertigteilen
- 132.000 Bohrlöcher für 66.000 Sitze
· Esplanade (4 Parkhäuser mit 4 Geschossen):
- Skelettbauweise (Stützen plus Unterzüge)
- Deckenfläche: 270.000 m²
- Gesamtbeton: 85.000 m³
- Gesamtstahl: 14.000 t
- Gesamtbaustahl: 1.400 t
· Umgang (asphaltierte Haupterschließungsebene)
- Fläche: 28.000 m² Deckenfläche in 8,50 m Höhe
- 1.033 Fertigteildecken auf 128 Stützen und 88 Auflagerpunkten
- Umgangaußenbegrenzungen: ca. 1.200 m
Rasen
· Größe: Netto 68 m x 105 m und brutto 72 m x 111 m - Gesamtgröße: 8.000 m²
· Größe der Rasenstücke: 2,20 m x 15 m
· Gewicht eines Rasenstücks: 1,2 t
· Höhe/Dicke der Rasenstücke: 30 mm Dicksode der Marke „Powerrasen“
· Rasenstücke gesamt: ca. 250 Rollen
· Dauer der Verlegung: 20 Fernlastzüge im Stundenrhythmus, 9 Züge pro Tag gesamt etwa 2 1/2 Tage
· Spielfeld: 0,5% Steigung zur Mitte hin
· Anwuchs: in 14 Tagen verankert, erste Wurzeln nach 2 Tagen, sofort bespielbar
· Baugrund: zwischen 30 und 70 cm aufgeschüttet, bestehend aus 4.500 m³ Frostschutzkies zur Einebnung
· Unterbau: 10 cm Drainschicht (Sand) - Heizungsrohe - 13 cm untere Rasentragschicht - 9 cm obere Rasentragschicht
· Drainagen (Vollsickerrohre): 14 Drainagen á 111 m, 100 mm Durchmesser, 2 km Länge,
· Rasenheizung: Schläuche 3,2 cm hoch und 27 km lang, 3 isolierte Rohre über einen Verteiler, über den manuell und automatisch die Temperatur geregelt (zwischen
35 und max. 50 Grad Celsius) werden kann, 1 bar Druck
Hydraulische Spielfeldklappe
· Verzinkte Stahlkonstruktion in konischer Form
· Funktion: Kniehebelmechanismus Öffnungshub: 2.300 mm in 11 Sek.
· Klappenbreite am Spielfeld: 2,50 m
· Kopffreiheit am Spielfeld: 2,10 m
· Geregelt durch „Totmannschalter“ und Warnleuchten im Spielertunnel
· Zusätzlich: Notausstiegsklappe (Flügeltür) und Fangnetze
Kabinen
· Größe der Kabine: 65,5 m²
· Größe des Massagebereichs: 40,5 m²
· Größe des Arztraumes: 21 m²
· Größe des Technikraumes: 4,7 m²
· Maße des Entmüdungsbeckens: 2,08 m x 5,16 m x 1 m
· Größe der Aufwärmhalle: ca. 110 m²
· Größe der Duschen: 22 m²
· Größe der Trainerkabine: 40 m²
· Anzahl Spinde: 22
· Anzahl Duschplätze: 12
IT Netzwerk und Telefonie
· doppelte Hauszuführung zur Absicherung mit Anbindung an unterschiedliche Vermittlungsstellen (ein Regel- und ein Backup-Zugang)
- Netzverfügbarkeit bis zu 99,99 % (FIFA-Anforderung) = 52 min. Ausfall/Jahr
- ein Netz für alle Dienste (Telefon, Server, Video etc.)
- 6.000 Ports im gesamten Netzwerk
· Redundante (hochverfügbare) Verkabelung im Gebäude
- 3-fach Struktur (Primär, Sekundär und Tertiär)
- Netzverfügbarkeit im Stadion bis zu 99,999 % (FIFA-Anforderung) = 6 min. Ausfall/Jahr
- alle Dienste über eine Verkabelung
- überall Festverkabelung
- zwei Verteilerbereiche (alles doppelt ausgeführt) im Osten und Westen der Arena
· verfügbare Dienste über das Arena-Netzwerk:
- Voice over IP Telefonie
- Kassensysteme & bargeldloses System
- Zutrittstechnik & Ticketing
- Parktechnik
- Videotechnik & Haustechnik
- sonstige IP-Dienste von Logenkunden und Drittnutzern
- nahezu flächendeckendes W-LAN-Netz mit den Standards a/b/g
Zutrittstechnik und ArenaCard
· fünf Eingangsbereiche auf Ebene zwei (vier im Süden, einer im Norden)
- 54 Kassen (48 in den Kassencanyons im Süden, 6 im Norden) gekennzeichnet durch Ballone
- 130 Drehsperren und Barcodeleser (berührungslos durch modernste Chip-Technik) für Publikumsverkehr, davon über 20 VIP-Drehsperren und Behindertentüren
- 80 Handhelds zur Berechtigungskontrolle
· Bargeldloses Bezahlen durch Kartensystem
- ArenaCard für Ticketing, Shops, Gastronomie, Parken
- 54 Kassen in den Kassencanyons, über 200 Kassen im Gebäude
- 30 personenbesetzte Aufwertstationen im Besucherbereich
- ca. 150 mobile Verkäufer
Presse und Logen
· 106 unterschiedlich große Logen mit 1.374 Plätzen
- Übertragung Fan-TV
- Umfangreiche aktuelle Statistikdaten zu allen Spielen
- Sensordaten aus dem Stadion (Rasen-Temperatur etc.)
- W-LAN- und Telefonausstattung
. Presseplätze im Unterrang des Stadions & 120 Plätze im Presseclub
- 5 TV-Studios im Medienbereich (Festverkabelung)
- Kommentatorenplätze auf dem Oberrang
- überall W-LAN- und Telefonausstattung (auch Mixed-Zone und Innenraum)
Videotafeln
· mittig im Norden und Süden über den Toren mit 7° Neigung installiert
· Auflösung der Displayfläche: 288x512 Pixel
· Aktive Matrixanzeigenfläche: 7,20m x 12,80m = 92,16 m² (Gesamtfläche: 100 m²)
· Bildformat: ca. 16:9
· Pixelgröße: 25mm/ 12,5 virtuell
· Pixelaufbau 2 rote, 1 echtgrüne und 1 blaue LED
· Gesamtzahl der Pixel: 147.456
· Gesamtzahl der LEDs: 589.824
· Anzahl der Pixel pro Modul: 32x64
· Abmessung der Module: 800mm x 1600mm
· Gesamtzahl der Module: 72 Stück
· Gewicht eines Moduls: 66 kg
· Gesamtgewicht: 4752 kg
· Gesamtgewicht mit Aufhängung: 13,2 t
· Modulgehäuse: Aluminium
· Leuchtdichte max.: 6.200 cd/ m²
· Horizontaler Sichtwinkel: 150 °
· Vertikaler Sichtwinkel: 70 °
· Farbabstufungen total: 6,8 Milliarden
· Bildwiederholfrequenz: 240/960 Hz
· Elektrischer Anschlusswert max.: 67 KW
· Durchschnittl. Anschlusswert: 33 KW
Beschallung
· System: digitale, vernetzte Signalprocessoren
- fernsteuerbare und fernüberwachbare Hochleistungsverstärker
- speziell gefertigte Lautsprechersysteme der Marke Electro-Voice
· Lautsprecher in farblich abgestimmten Stahlkonstruktionen in 42 m Höhe montiert
- 24 Lautsprechercluster à 6 Lautsprecher und 10 weiteren einzeln montierten Systemen
- insgesamt 154 Systeme, inklusive 72 Subbässen
- jeder einzelne der 24 Cluster wiegt knapp 1 Tonne
· Antrieb: Remoteverstärker (Electro-Voice) in 14 Schaltschränken im Stadiondach
- Gesamtleistung der Verstärker: ca. 158.000 W
- Klimageräte in jedem Schrank neben verstärkereigenen Überwachungen und Schutzschaltungen
- jeder Schrank mit eigener automatische Gaslöschanlage
· Zentralentechnik aus dem ProMatrix System der Marke Dynacord
- in sieben Technikzentralen Leistungsverstärker mit Gesamtleistung von ca. 129.000 Watt
- Hauptzentrale auf Ebene 7, 21 Zentralenstandorte
- 21 Zentralenstandorte über mehrfaches Lichtwellenleiter-Netzwerk redundant verbunden
Flutlichtanlage
· 10 Traversen mit Catwalk
· 232 Scheinwerfer auf 45 m Höhe
· Gesamtleistung: 464 KW/h
· Leuchtstärke: zw. 1.000 und 1.500 Lux
Elektrotechnik
· Installierte Leistung: 12 MW aus 2 getrennten Umspannwerken
· Zusätzliche Batteriespeisung aller Sicherheitssysteme, der Beschallung und des Leitsystems
· Energie- und Datenverteilung: rund 4.000.000 m Kabel
· Schaltschränke: zusammengestellt rund 750 m
· Insgesamt sorgen ca. 68.000 Beleuchtungskörper für Stimmung und Sicherheit
· Leitsystem: rund 20.000 weitere zentral gesteuerte Datenpunkte
Heizung, Klima, Lüftung, Sanitär (HKLS)
· Anzahl Lüftungsanlagen: 110
· Luftumwälzung Parkhaus: 4,5 Millionen m³/h
· Luftumwälzung Stadion: 1,3 Millionen m³/h (max. 1,7 Millionen)
· HKLS-Steuerung: 7.000 Datenpunkte in zentraler Steuerung erfasst
· Kälteleistung: 3,2 MW (Kälteleistung von 1.000 PKW-Klimaanlagen)
· Wärmeleistung: 5,2 MW (Wärmebedarf von 500 Einfamilienhäusern)
· 35.000 Meter Rohrleitungen aus C-Stahl (DN 350)
· 3.600 Meter Rohrleitungen aus NIRO
· 36.000 Meter sonstige Rohrleitungen aus Guss, Verbund, Kunststoff und anderen Werkstoffen
· 100.000 m² eckige Blechkanäle
· 10.000 Meter runde Blechkanäle
Brandschutz & Sicherheit
· 15.000 Sprinklerköpfe
· 300 Nass-/Trockenhydranten
· 4.600 Brandmelder
· ca. 35.000 m Linienbrandmelder
· Alarmsystem: 6.200 Lautsprecher
· Zutrittssystem: 110 Drehkreuze, fixe und mobile Kartenleser
· Überwachung: 90 Kameras zeichnen gerichtsverwertbar auf
· Datenübertragung: rund 800.000 Meter Glasfaserkabel
Behinderten-Service
· die 130 Parkplätze für Behinderte befinden sich auf Ebene 3 im Parkhaus 1 (Anfahrt zum P1 ist auf der öffentlichen Strasse entsprechend ausgewiesen) und sind
damit die nächstgelegenen zum Stadion. Von dort aus erreicht man als Rollstuhlfahrer barrierefrei über kurzen Weg seinen Platz auf der Tribüne
· falls der jeweilige Veranstalter dies zulässt, können Rollstuhlfahrer mit Behindertenfahrdiensten über die Zufahrt S0, S1 in den Sicherheitsbereich bis zu den
Treppenhäusern TK 3 und TK 7 vorfahren. Die Aufzüge dort sind für den Behindertentransport zur Promenade E2 vorgesehen und für die Abholung können
Spezialbusse dort wiederum bereit stehen
· Schwerstbehinderte werden mit ihren Spezialfahrzeugen vom Sicherheitsbereich E0 über Aufzugsanlagen im Norden und Süden zu ihren Tribünenplätzen
gebracht
· ob als Legitimation der Behindertenausweis genügt und ob Behinderte gebührenfrei parken können, ist noch nicht abschließend geklärt
· ebenfalls barrierefrei und Behinderten gerecht ist der Zugang von der U Bahn über die Esplanade bis zum Stadion. Ein Shuttleservice vom U-Bahnhof Fröttmaning
zum Stadion wird voraussichtlich nicht bis zur Saisoneröffnung im August 20005 realisiert werden können
· Für annähernd 200 Rollstuhlfahrer und ihre Begleitung (damit ca. 400) sind erstklassige Plätze an den Längsseiten der Oberkante Unterrang
(Haupterschließungsebene) eingerichtet, die ausreichend Platz für Fahrmanöver der Rollstühle lassen.
· die gesamte Ebene 2 mit Kiosken, Behindertenbetreuungseinrichtung und Behindertentoiletten ist barrierefrei erreichbar. Für den Ebenenwechsel zu anderen
Einrichtungen stehen reservierte Fahrstühle auf der Nord- und Südseite zur Verfügung
· zum Start der Bundesliga-Saison 2005/06 werden mobile Einrichtungen zur Übertragung von Spielkommentaren getestet, damit höchstmögliche Qualität
sichergestellt werden kann.

Bericht: Holger Schumacher

Quellen:
www.bayern-münchen.de,
www.allianz-arena.de,
www.stadionwelt.de
Flyer,Prospekte,wikimedia


Architekturkritik*


München leuchtet

München, 30. Mai 2005. Ein Ufo ist gelandet. Über Fröttmaning, an der Peripherie Münchens, zwischen Autobahn, Schuttberg und einem Park and Ride Parkhaus strahlt ein Ring blau-weißer Rauten in die Nacht. Massen von Menschen aus allen Himmelsrichtungen strömen zum Ort dieses überirdischen Geschehens. Endlich ist es so weit...endlich. Das Ufo ist Münchens neues, reines Fußballstadion, die Menschen sind keine Ufo-Jäger, sondern Fußballfans und Architektur-Interessierte, die sich am Tag des Eröffnungsspiels selbst ein Bild von dieser spektakulären Allianz-Arena (http://www.allianz-arena.de/) machen wollen. Der Grund für den Stadion-Neubau war die Entscheidung der FIFA, ab 2006 nur noch Stadien für die Weltmeisterschaft zuzulassen, die eine komplette Überdachung der Zuschauertribünen vorweisen können. Damit hatte München ein Problem, da die bisherige Heimstatt des Prestigevereins FC Bayern München, das Olympiastadion, diese Kriterien nicht erfüllte. Das nach Plänen von Günther Behnisch in Zusammenarbeit mit Frei Otto für die Olympiade 1972 als Leichtathletik- bzw. Allzweckstadion konzipierte Stadion, ist nur zur Hälfte überdacht. Die Münchner, als heimliche Hauptstädter des deutschen Fußballs wollten es sich natürlich nicht nehmen lassen, selbst eine der Austragungsstätten bei der WM 2006 zu sein. Es musste eine Lösung gefunden werden. Zwei Alternativen standen zur Auswahl, entweder das architektonische Prunkstück Olympiastadion umbauen oder eben eine neue Arena für den Fußball. Behnisch hat zwar anfangs sogar sein ja zum Umbau gegeben, natürlich nur unter der Auflage, dass er selbst die Leitung übernehme, doch so manchem erschien diese Möglichkeit wie Frevel an einem weltbekannten Monument der jungen Architektur-Geschichte. Die Zweite Option wurde durch die Münchner Bauverwaltung erschwert, die lange Zeit behauptete, es gäbe keinen geeigneten Bauplatz für ein neues Stadion. Als die Diskussion zu einer Farce werden drohte und das Projekt schon von so manchem ad acta gelegt wurde, war über Nacht plötzlich doch ein möglicher Bauplatz gefunden. Nachdem diese erste Hürde genommen war, herrschte auf einmal Einheit in Fußball-München. So meldete sich jetzt auch der TSV 1860 München zu Wort, dessen Schlachtrufe traditionell im von den Fans zwar heiß geliebten, aber dennoch nur zweitklassigem, Grünwalder Stadion zu hören sind. So kam man in bayrischer Bierseeligkeit, zusammen mit dem Erzrivalen FC Bayern überein und begann Anfang 2001 die Vorbereitungen zur Planung eines gemeinsamen Stadions für beide Vereine. Das Stadion-Bündnis war geboren und die Entscheidung schnell getroffen. Der Vorschlag der Basler Architekten Herzog & DeMeuron überzeugte die Verantwortlichen: eine Arena, deren Fassade wahlweise in den Vereinsfarben beider Vereine, weiß-blau oder rot-weiß, sowie neutral weiß leuchtet. Auf diese Art wird die Identität beider Vereine gesichert und überhaupt, größer schwebte noch nie ein Vereinslogo über einer fußballverrückten Stadt. Schon der Name des Hauptsponsors, der sich für fünfzehn Jahre die Rechte am Namen des Stadions gesichert hat, klingt verheißungsvoll: die Allianz-Arena (http://www.allianz-arena.de/). Ob per Auto oder mit den Öffentlichen, sobald man in Sichtweite der Arena kommt, und diese im Glanz der 2760 rautenförmigen Kunststoffkissen erstrahlt, ist der Blick wie gebannt. Man ist versucht, weiter einzudringen in diese leichte, zu neunzig Prozent opake Hülle. Und tatsächlich erscheint hinter diesem schimmerndem Mantel die von unbeugsamer Kraft strotzende, mächtige Betonkonstruktion. Die mit Luft angefüllten, schon von Frei Otto angedachten, sogenannten pneumatischen Kissen sind aus 0,2 Millimeter dünnem Teflon und werden auf einfachste Weise mit, durch farbige Kunststofffolien scheinende Fluoreszenzleuchten angestrahlt. Durch einen Trick der Architekten sieht der Besucher auf seinem Weg zur Arena nur diese scheinbar schwebende Fassade und befindet sich nicht, wie sonst in Stadien dieser Dimension, auf Augenhöhe mit einem eintönigen Betonsockel. Der gesamte Bau nämlich, steht auf einer 542 Meter langen, 136 Meter breiten und etwa 15 Meter hohen Rampe, die sich, leicht ansteigend, von der U-Bahn-Station bis zur Arena hin erstreckt. Darunter wird auf praktischste Weise Platz geschafft für Anfahrts-und Versorgungszonen, sowie einem Parkhaus, das 11000 Autos Platz bietet. Ein weiterer Vorteil dieser Bauweise liegt darin, dass das auf der gleichen Ebene, wie die Anfahrtszonen, liegende Spielfeld zwar wie unter die Erde versenkt scheint, jedoch dafür kaum Aushub des Erdreichs notwendig war, da das Gelände ja nur überbaut wurde. Man betritt dieses Rund also quasi in der Mitte der extrem steil abfallenden Ränge. Dieser geschlossene Kessel, 800 Meter im Umfang und so hoch wie etwa acht Normalgeschosse, fasst 66000 Zuschauer und wirkt wie eine Wettkampfstätte des antiken Rom. Hier wird aus Spaß Ernst und aus einem Spiel ein Kampf. Die Zuschauermassen mutieren durch ihre Kompaktheit für die Fußballer zu einer bedrohlichen Wand und ihre Pfiffe werden zu galeerischen Peitschen. Doch die Allianz-Arena (http://www.allianz-arena.de/) birgt auch ein anderes Phänomen in sich. Was vor einigen Jahren noch undenkbar war, ist heute fast zum Greifen nah. Zwei Fußballvereine, deren Fans kaum unterschiedlicher sein könnten und sich traditionell mit gegenseitiger Verachtung begegnen, raufen sich zusammen und beweisen Teamgeist. Das Verlangen nach Brot und Spielen in seiner modernsten Form scheint doch größer als das Pflegen von Rivalitäten, deren Basis schon immer eine zweifelhafte war. Heute verhelfen die Bayern den Löwen zu einem neuen Stadion, früher waren es die Sechziger, die den Bayern Unterschlupf in ihrem Grünwalder-Stadion boten. So wäscht eine Hand die Andere. Und mal ehrlich, welcher Münchner Fan hält nicht zum einen oder anderen Münchner Club, wenn’s gegen die Preiß’n geht. Eine Stadt, zwei Vereine, München leuchtet. *Quelle: www.monacomedia.de/münchenwiki --flol