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Home : stars_sternchen : horsttappert : Horst Tappert (* 26. Mai 1923 in Elberfeld, heute Wuppertal; † 13. Dezember 2008 in Planegg) war ein deutscher Schauspieler.

Horst Tappert (* 26. Mai 1923 in Elberfeld, heute Wuppertal; † 13. Dezember 2008 in Planegg) war ein deutscher Schauspieler.

horst tappert
Description
Deutsch: Das Bundesarchiv hat oftmals historische Originalbeschreibungen aus dokumentarischen Gründen übernommen. Diese können allerdings fehlerhaft, tendenziös, überholt oder politisch extrem sein. Sachkorrekturen und alternative Beschreibungen sind von der Originalbeschreibung getrennt vorzunehmen. Zusätzlich können sie über die Seite „Error reports“ dem Bundesarchiv mitgeteilt werden.
English: For documentary purposes the German Federal Archive often retained the original image captions, which may be erroneous, biased, obsolete or politically extreme. Factual corrections and alternative descriptions are encouraged separately from the original description. Additionally errors can be reported at this page to inform the Bundesarchiv.
Deutsch: Originalbeschreibung im Bundesarchiv:

Titel: Bonn, Bundeskanzler Brandt empfängt Schauspieler  

Beschreibung: Bundeskanzler Willy Brandt empfängt Filmschauspieler
Deutsch: Von links nach rechts: Heidi Hansen, Horst Tappert (PND 117201669), Katharina Focke (PND 105170682).
Source

Deutsches Bundesarchiv (German Federal Archive), B 145 Bild-F034156-0025

Date

1971-06-23

Author

Reineke, Engelbert

Permission
(Reusing this image)

Commons:Bundesarchiv






Anfänge
Horst Tappert wurde als Sohn eines Beamten geboren. Im Anschluss an die Volksschule absolvierte er eine kaufmännische Lehre und wurde als Soldat in die Wehrmacht eingezogen.


Karriere am Theater
Nach der Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft stellte er sich als Buchhalter am Theater der Altmark in Stendal (Sachsen-Anhalt) vor und wurde für einige Zeit Aushilfsarbeiter. Dort fand er Geschmack an der Tätigkeit als Schauspieler und erhielt seit 1946 Schauspielunterricht bei Paul Rose. Unter ihm sammelte er in Köthen und am Landestheater Württemberg-Hohenzollern erste Bühnenerfahrungen. Sein weiterer Weg führte ihn über das Stadttheater Göttingen (1949–1950), das Staatstheater Kassel (1950–1951) und das Theater der Stadt Bonn (1951–1953) an die Städtischen Bühnen in Wuppertal und an die Münchner Kammerspiele (1956–1967). Seit 1967 arbeitete Tappert als freier Schauspieler.


Karriere bei Film und Fernsehen
Ende der 1950er-Jahre trat er erstmals in Kino- und Fernsehfilmen auf. Nach den Kinofilmen Die Trapp-Familie in Amerika (1958) und Der Engel, der seine Harfe versetzte (1959) spielte Tappert schon einen Hoteldetektiv in der Fernsehserie Zu viele Köche (1961). Danach war er als Vikar in dem sechsteiligen Durbridge-Straßenfeger Das Halstuch (1962) zu sehen und spielte im selben Jahr einen Ganoven in dem Pater-Brown-Film Er kann's nicht lassen neben Heinz Rühmann. 1966 begann sein eigentlicher Durchbruch im Fernsehen mit dem Krimi-Dreiteiler Die Gentlemen bitten zur Kasse, in dem er die Rolle des Posträuberchefs Michael Donegan spielte. 1966 war Tappert erneut auf der Seite der Bösen in dem Jerry-Cotton-Kinofilm Die Rechnung – eiskalt serviert.

1968 schwamm Tappert auch in der Edgar-Wallace-Welle mit, zuerst in Der Hund von Blackwood Castle, und wechselte dann im selben Jahr von der Rolle des Ganoven zum Gesetzeshüter und spielte zweimal den Scotland-Yard-Inspektor Perkins, zuerst in Der Gorilla von Soho und dann noch einmal in Der Mann mit dem Glasauge (1969). Für das ZDF spielte Tappert auch in dessen erster Krimiserie mit, ebenfalls 1968 in Das Kriminalmuseum. 1970 war Tappert erneut ein Inspektor in dem „pulvertrockenen Sittenreißer“ (Werbezeile) Inspektor Perrak greift ein, dessen Nachname in einer späteren Fernsehserie leicht verändert wieder auftauchte. 1971 war Tappert in dem Fernsehfilm Yester – der Name stimmt doch? zu sehen, dessen Titelgebung an die erfolgreiche Fernsehserie Graf Yoster gibt sich die Ehre aus dem Jahr 1967 erinnert, jedoch nach einem amerikanischen Kriminalroman gedreht wurde. 1972 ließ Tappert seine Rolle aus Die Gentlemen bitten zur Kasse in dem Fernsehzweiteiler Hoopers letzte Jagd wieder aufleben. Jetzt hieß er zwar Michael Richardson, aber er war im Prinzip der gleiche Gangster wie bei den Gentlemen und wurde erneut von dem ruhelosen Ermittler aus „Die Gentlemen“ gejagt.

Als der Produzent Helmut Ringelmann eine neue Krimiserie plante, erinnerte er sich an Tappert. Drehbuchautor Herbert Reinecker schrieb an der Nachfolge der sehr erfolgreichen Krimireihe „Der Kommissar“, in der Tappert bereits 1970 und 1973 mitgespielt hatte. Die neue Serie hieß „Derrick“ und sollte einen anderen Typus von Kriminalisten zeigen. Tappert spielte darin ab 1974 mit der ersten Episode Waldweg die Hauptrolle des Oberinspektors Stephan Derrick, dem als Assistent Harry Klein (gespielt von Fritz Wepper, direkt übernommen aus der Serie „Der Kommissar“) an die Seite gestellt wurde. Gedreht wurde die Serie seit 1973, und sie war nicht nur beim deutschen Publikum ein Erfolg. Die Serie wurde in 104 Länder verkauft. In Norwegen schenkte man Tappert sogar ein Stück Land, auf dem er dann ein Wohnhaus errichten ließ.[1] Die Klappe zur letzten Sendung fiel am 16. Oktober 1998 nach 281 Folgen.

Horst Tappert lebte in Gräfelfing nahe München und war seit 1957 in dritter Ehe mit Ursula geb. Pistor verheiratet. Er hatte drei Kinder aus seinen ersten beiden Ehen (Karin, Ralph und Gary). Zu seinen Hobbys zählten u. a. Fischen und Jagen.

Tappert starb am 13. Dezember 2008 im Alter von 85 Jahren in einer Klinik in Planegg bei München.[2][3]


Bühnenrollen (in Auswahl)
Edward Albee, Die Ballade vom traurigen Café (Rolle des Erzählers)
Hermann Bahr, Das Konzert (Rolle des Dr. Jura)
Honoré de Balzac, Das Finanzgenie
Samuel Beckett, Warten auf Godot (Rolle des Wladimir)
Bridget Boland, Das Verhör
Bertolt Brecht, Die Dreigroschenoper (Rolle des Macky Messer)
Georg Büchner, Leonce und Lena (Rolle des Königs)
Francis Durbridge, Ein lückenloses Alibi
Friedrich Dürrenmatt, Die Physiker (Rolle des Einstein)
Johann Wolfgang von Goethe, Faust
Curt Goetz, Ingeborg (Rolle des Ottokar)
Graham Greene, Die Kraft und die Herrlichkeit (Rolle des Schnapspriesters)
Gerhart Hauptmann, Die Ratten (Rolle des Bruno Mechelke)
Ben Jonson, Volpone
Georg Kaiser, Kolportage, (Rolle des Graf James Stjernehö)
Heinar Kipphardt, In der Sache J. Robert Oppenheimer (Rolle des Rob)
Arthur Miller, Tod eines Handlungsreisenden
Molière, Der eingebildete Kranke (Rolle des Argan)
John Patrick
Das kleine Teehaus
Das heiße Herz
Reginald Rose/Horst Budjuhn, Die zwölf Geschworenen
Armand Salacrou, Die große Liebe
William Shakespeare
Was ihr wollt (Rolle des Junker Bleichenwang)
Romeo und Julia
George Bernard Shaw, Die heilige Johanna (Rolle des Dauphin)
Friedrich Schiller, Kabale und Liebe (Rolle des Wurm)
Carl Sternheim, Die Hose

Filmografie
1958: Schwester Bonaventura (Fernsehfilm) mit Edith Schultze-Westrum, Hilde Krahl und Mario Adorf
1958: Die Trapp-Familie in Amerika
1958: Helden, mit O. W. Fischer, Liselotte Pulver, Ellen Schwiers, Jan Hendriks
1958: Wir Wunderkinder, mit Hansjörg Felmy, Robert Graf, Johanna von Koczian
1959: Der Engel, der seine Harfe versetzte, mit Nana Osten, Henry Vahl, Ullrich Haupt
1959: Jacqueline, mit Johanna von Koczian, Walter Reyer, Götz George, Hans Söhnker
1959: Das schöne Abenteuer, mit Liselotte Pulver, Robert Graf, Bruni Löbel
1959: Ruf ohne Echo (Fernsehfilm), mit Herbert Fleischmann, Hans Epskamp, Hans Christian Blech
1961: Zu viele Köche
1961: Küß mich Kätchen, mit Peter Carsten, Harald Leipnitz, Christiane Maybach
1961: Ein schöner Tag (Fernsehfilm), Joachim Teege, Hugo Lindinger, Trude Hesterberg
1962: Das Halstuch (Fernsehfilm), mit Heinz Drache, Albert Lieven, Erica Beer, Erwin Linder, Margot Trooger, Eckart Dux
1962: Er kann's nicht lassen, mit Heinz Rühmann, Rudolf Forster, Grit Böttcher, Lina Carstens
1963: Das tödliche Patent (Fernsehfilm), mit Wolfgang Preiss, Gisela Trowe, Siegfried Lowitz
1963: Zwei Whiskey und ein Sofa, mit Maria Schell, Karl-Michael Vogler, Robert Graf
1964: Sechs Personen suchen einen Autor (Fernsehfilm), mit Helmut Förnbacher, Robert Freitag
1964: Der Aussichtsturm (Fernsehfilm), mit Claudia Sorbas, Konrad Georg, Monika John
1964: Leonce und Lena (Fernsehfilm), mit Dieter Kirchlechner, Gertrud Kückelmann
1965: Eine reine Haut (Fernsehfilm), mit Herbert Fleischmann
1966: Das ganz große Ding (Fernsehfilm), mit Carl-Heinz Schroth, Brigitte Grothum
1966: Ein Tag in Paris (Fernsehfilm), mit Paula Denk, Inge Solbrig, Peter Fröhlich
1966: Der Kinderdieb (Fernsehfilm), mit Isolde Bräuner, Lucie Mannheim, Walter Jokisch
1966: Der Mann aus Melbourne (Fernsehfilm), mit Herbert Stass, Alf Marholm, Roma Bahn
1966: Der Schwarze Freitag (Fernsehfilm), mit Curd Jürgens, Dieter Borsche
1966: Jerry Cotton: Die Rechnung eiskalt serviert, mit George Nader, Heinz Weiss
1966: Die Gentlemen bitten zur Kasse (Fernsehdreiteiler), mit Hans Cossy, Günther Neutze, Siegfried Lowitz
1967: Liebe für Liebe (Fernsehfilm), mit Wolfgang Büttner, Helmut Griem, Klaus Löwitsch
1968: Der Hund von Blackwood Castle, mit Heinz Drache, Karin Baal, Agnes Windeck, Hans Söhnker
1968: Heißer Sand auf Sylt, mit Charlotte Kerr, Renate von Holt, Axel Burg
1968: Der Gorilla von Soho, mit Uschi Glas, Uwe Friedrichsen, Hubert von Meyerinck
1968: Das Kriminalmuseum – Die Reifenspur (Fernsehfilm)
1969: Der Mann mit dem Glasauge, mit Karin Hübner, Fritz Wepper, Hubert von Meyerinck
1969: Sieben Tage Frist, mit Joachim Fuchsberger, Konrad Georg, Karin Hübner, Petra Schürmann
1970: Sie tötete in Ekstase, mit Soledad Miranda, Fred Williams
1970: Inspektor Perrak greift ein, mit Erika Pluhar, Judy Winter, Werner Peters
1971: Und Jimmy ging zum Regenbogen, mit Alain Noury, Konrad Georg, Horst Frank
1971: Bleib sauber, Liebling (alternativ: Rosy und der Herr aus Bonn), mit Uwe Friedrichsen, Hans-Werner Bussinger
1971: Der Teufel kam aus Akasava, mit Fred Williams, Soledad Miranda, Siegfried Schürenberg
1971: Der Kapitän, mit Heinz Rühmann, Johanna Matz, Ernst Stankovski, Horst Janson
1972: Der Todesrächer von Soho, mit Wolfgang Kieling, Barbara Rütting
1972: Hoopers letzte Jagd (Fernsehfilm), mit Max Mairich, Liselotte Pulver, Florian Halm
1973: Eine Frau bleibt eine Frau (Fernsehfilm), mit Lilli Palmer
1973–1998: Derrick (Fernsehkrimiserie)
1974: Auch ich war nur ein mittelmäßiger Schüler, mit Jutta Speidel, Georg Thomalla, Rudolf Platte
1984: Cinématon
2000: Der Kardinal – Der Preis der Liebe (Fernsehfilm), mit Christine Reinhart, Enzo De Caro
2001: In 80 Jahren um die Welt (Fernsehfilm)
2003: Herz ohne Krone (Fernsehfilm), mit Eleonora Brigliadori, Franco Nero, Jacques Breuer
2004: Derrick – Die Pflicht ruft (Derrick als Zeichentrickfilm mit den Originalstimmen von Tappert und Wepper)

Auszeichnungen
1979 Bambi
1980 Ernennung zum Kriminalhauptkommissar ehrenhalber
1981 Goldene Kamera
1984 Goldene Kamera, Österreich
1986 Telegatto, italienischer Fernsehpreis
1988 Bundesverdienstkreuz I. Klasse
1993 Ehrenbürger von Norwegen
1995 Silberne Tulpe, niederländischer Fernsehpreis
1997 Bundesverdienstkreuz (unbekannte Ausprägung)
1998 Telestar für das Lebenswerk
1998 Platin-Romy für das Lebenswerk
2002 Willy-Brandt-Preis der norwegisch-deutschen Willy-Brandt-Stiftung
2003 Bayerischer Fernsehpreis (Sonderpreis)
Quelle und Dank an :wikipedia.org