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Home : stars_sternchen : promisichtung : Nikolai Walujew - Berlin

Nikolai Walujew - Berlin

 Nikolai Walujew - Holger Schumacher - berlin 2008
 

Nikolai Sergejewitsch Walujew
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die letzte gesichtete Version, freigegeben am 17. Mai 2008.

Nikolai Walujew  
 
Daten
Geburtsname Nikolai Sergejewitsch Walujew
Kampfname(n) The Russian Giant
Gewichtsklasse Schwergewicht
Nationalität Russisch
Geburtstag 21. August 1973
Geburtsort Leningrad
Todestag 
Todesort 
Stil Linksauslage
Größe 2,13 m
Kampfstatistik
Kämpfe 50
Siege 48
K.-o.-Siege 34
Niederlagen 1
Unentschieden 
Keine Wertung 1
Nikolai Sergejewitsch Walujew (russisch Николай Сергеевич Валуев, englische Transkription Nikolay Valuev; * 21. August 1973 in Leningrad, heute Sankt Petersburg) ist ein russischer Boxer und Ex-Weltmeister der WBA im Schwergewicht.

Walujew, der seine sportliche Karriere als Basketballspieler und Diskuswerfer begonnen hat, ist mit offiziell 2,13 m Körperlänge und bis zu 150 kg Kampfgewicht der größte und schwerste Schwergewichtsweltmeister, den es bisher gab. Er hat Schuhgröße 52. Nach eigenen Angaben betrug seine Körpergröße im Alter von zwölf Jahren bereits 1,96 m [1].

Nach dem Abitur studierte er in St. Petersburg an der Universität Sport.

Amateur  [Bearbeiten]Erst im Alter von 20 Jahren begann Walujew mit dem Boxsport. Er hatte nur eine kurze Amateurkarriere mit weniger als 15 Kämpfen. Er nahm an den Goodwill Games 1994 in Sankt Petersburg teil[2], unterlag jedoch schon im ersten Kampf knapp seinem Landsmann Alexei Lesin. Außerdem gelang ihm ein zweiter Platz bei den Russischen Meisterschaften.


 Profikarriere  [Bearbeiten]
Nikolai Walujew wird von Ruslan Chagayev besiegtSeinen ersten Profikampf bestritt Walujew am 15. Oktober 1993 in Berlin. Ernsthaft, d.h. mit regelmäßigen Kämpfen, begann er seine Karriere jedoch erst Ende 1996, damals noch für Klaus-Peter Kohls Universum Box-Promotion. Im Januar 1999 gewann er den Titel des Russischen Meisters im Schwergewicht. Im selben Jahr bestritt er in Prag einen Kampf gegen Andreas Sidon, der ohne Wertung blieb. 2002 besiegte er in Seoul Taras Bidenko nach Punkten.

Walujew gehört seit 2003 zum Boxstall des Promoters Wilfried Sauerland. Seit 2004 besiegte er den früheren WBC-Titelträger im Cruisergewicht Marcelo Domínguez, den nigerianischen Silbermedaillengewinner bei den Olympischen Spielen 1992 Richard Bango, Paolo Vidoz, den damals ungeschlagenen US-Amerikaner Gerald Nobles, Attila Levin und Clifford Etienne.

Beim Weltmeisterschafts-Ausscheidungskampf der WBA erboxte sich Walujew am 1. Oktober 2005 in Oldenburg gegen Larry Donald die Pflichtherausfordererposition durch einen umstrittenen Sieg mit 114:114, 117:112 und 114:113 Punkten.

Durch einen knappen und ebenfalls umstrittenen Punktsieg gegen den Titelträger John Ruiz in der Berliner Max-Schmeling-Arena konnte sich Walujew am 18. Dezember 2005 den Schwergewichtsweltmeister-Titel nach Version der WBA sichern. Ruiz war bei keiner unabhängigen Fachzeitschrift als Nummer eins geführt und galt als Zögling von Don King.

Seine erste Titelverteidigung gelang ihm am 3. Juni 2006 in Hannover durch technischen KO in der dritten Runde gegen Owen Beck, ebenfalls ein Schützling von Don King. Am 7. Oktober 2006 verteidigte Walujew in Chicago, Illinois (USA), seinen Gürtel gegen Monte Barrett durch technischen KO in der elften Runde.

Im folgenden, in der Schweiz ausgetragenen Schwergewichtsweltmeisterschaftskampf verteidigte er am 20. Januar 2007 seinen Schwergewichtsmeistertitel gegen Jameel McCline, welcher den Kampf wegen einer Knieverletzung vorzeitig aufgeben musste. Am Ende der dritten Runde fiel der US-Amerikaner, nachdem ihm eine Kniescheibe herausgesprungen war, zu Boden. Die Titelverteidigung war mit einem kombinierten Gewicht von 268 kg der bisher schwerste Titelkampf in der Geschichte des Profiboxens.

Am 14. April 2007 verlor Walujew die erste Pflichtverteidigung seines Titels gegen den noch ungeschlagenen usbekischen Boxer Ruslan Chagayev in der Porsche-Arena in Stuttgart in einem ausgeglichenen Kampf nach Punkten, seine erste Niederlage in 48 Profikämpfen. Daraufhin trennte er sich von seinem langjährigen Trainer Manuel Gabrielian und verpflichtete im Juni 2007 Alexander Simin als neuen Trainer.

Seinen ersten Kampf nach dem Verlust des WBA-Titels gewann er am 29. September 2007 in Oldenburg gegen den Frankokanadier Jean-François Bergeron, der in 27 Profikämpfen noch unbesiegt war, einstimmig nach Punkten. Wie schon gegen Donald und gegen Ruiz gilt auch dieses Urteil der Punktrichter als umstritten, was sich diesmal jedoch insbesondere auf die Höhe des Punktsieges bezog. Walujew lag auf zwei Punktzetteln mit je 7 Punkten und auf dem dritten mit 6 Punkten vorne. Der als ARD-Boxexperte agierende Henry Maske kritisierte die Höhe des Punktsieges vor laufenden Kameras. Am 17. Februar 2008 gewann Walujew in Nürnberg überlegen gegen den ehemaligen Weltmeister Sergei Ljachowitsch und sicherte sich damit einen Rückkampf gegen Ruslan Chagayev. Dieser Kampf sollte am 31. Mai in Oberhausen stattfinden und wurde aufgrund einer Erkrankung von Chagayev am 6. Mai 2008 abgesagt.

Sonstiges 
Walujew ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er lebt mit seiner Familie in Sankt Petersburg, jedoch auch etwa fünf Monate im Jahr in Berlin. Als Hobbys nennt er Geländewagenfahren, Fischen, Jagen und Lesen.

Zusammen mit dem Sportjournalisten Konstantin Ossipow veröffentlichte er 2007 seine Autobiografie mit dem Titel „Meine Zwölf Runden“. Außerdem spielte Walujew im Film 7 Zwerge – Der Wald ist nicht genug mit.

 Nikolai Sergejewitsch Walujew
Fotos: Holger Schumacher  - onguru.de
Nutzung der Bilder ausdrücklich bei Nennung der Quelle: Holger Schumacher oder onguru.de erlaubt.





         
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